Tweetpoesie

Nicht schlecht: poetweet.com.br

Ein „zu“ im ersten Satz müsste ich streichen, sonst passt alles.

Songtexte schreiben

Es gibt Dinge, die ich machen will, aber nicht weiß, wie ich anfangen soll. Schreiben gehört dazu. Ich kann zwar schreiben, also Sätze formulieren, die meine Gedanken oder Informationen wiedergeben, aber ich kann keine Geschichten schreiben und vor allem keine Songtexte. Ich kann schon, aber keine wirklich guten, keine, die mich selbst zufriedenstellen.

Nun habe ich mir vorgenommen, genau das zu tun, einen Songtext schreiben und sogar noch ein Lied draus machen.

Zu diesem Zweck habe ich mir ein Moleskine besorgt und schreibe meine Ideen auf, Textzeilen, einfache Sätze. Nur wird da irgendwie kein Text draus. Ich muss irgend einen Weg finden, wie ich vorgehe. Einerseits muss ich ganz locker und unverkrampft rangehen, andererseits brauche ich eine Struktur, eine gewisse Form.

Nick Cave gibt einen Rat auf The Redhand Files.

You are not the ‘Great Creator’ of your songs, you are simply their servant, and the songs will come to you when you have adequately prepared yourself to receive them. They are not inside you, unable to get out; rather, they are outside of you, unable to get in. Songs, in my experience, are attracted to an open, playful and motivated mind.

Nick Cave

Open, playful, motivated …

Ich höre gerade wieder viel Songs mit E-Gitarre. Die letzten Monate, wenn nicht Jahre, habe ich viel Musik gehört, die ich für mein Tanzen brauche, oder aber Pop und Singer-Songwriter. Alles sehr nett oder aber Deep. Im August war mir dann alles ein bisschen über und mir war nach mehr Druck, mehr Rohheit. Jetzt höre ich wieder Bob Mould, Billy Bragg, Soul, Jazz, The Jam.

Ich hatte mir im Urlaub Neil Tennants One Hundred Lyrics and a Poem gekauft und ein paar Texte, aber vor allem die Einleitung gelesen. Neil Tennant ist unfassbar komisch, belesen, fantasievoll und als Songwriter einfach brilliant.

Vielleicht hilft es ja, mich ein bisschen in Lyrik einzulesen.

Wenn die Kinder sind im Dunkeln
Wird beklommen ihr Gemüt,
Und um ihre Angst zu bannen,
Singen sie ein lautes Lied.

Heine

Ich habe einmal versucht, aus einem Text, den ich nicht selbst geschrieben hatte, einen Song zu machen. Erfolglos. Ich brauche eine Melodie, einen Rhythmus. Ich bin kein Texter.

Noch gebe ich nicht auf.

Tagebuch von 1985

Gestern habe ich beim Aufräumen ein kleines Tagebuch aus dem Jahr 1985 von mir gefunden. Ich habe nie wirklich Tagebuch geführt, es umfasst einen Zeitraum von etwa zwei Wochen. Zwischen den leeren Seiten liegen drei Zetteln, auf denen ich mir Gedanken notiert habe. Ich wurde in dem Jahr achtzehn.

Erstaunlich ist, dass ich noch heute so ähnlich schreibe, also denke. Ich habe ja sowieso festgestellt, dass ich immer noch die gleiche Person bin, die ich mit achtzehn war. Erst mit Schrecken, dann erstaunt, etwas amüsiert, heute damit ganz zufrieden.

Hier und da habe ich nachträglich etwas gerade gerückt. Dinge, die ich hätte tun sollen, habe ich getan und werde sie weiter tun.

Aber ich bin nie ein neuer oder anderer Mensch geworden, sondern der geworden, der ich auch schon damals war. So schräg und schrullig das auch ist.