Ich sehe mir gerade die Serie 7 vs. Wild an. Ich hätte nicht gedacht, dass diese Serie spannend und sympathisch ist.
Eines ihrer Ziele ist, dass man mal wieder darauf zurück kommt, was wirklich wichtig ist im Leben, Feuer machen können gehört für mich auch ganz oben auf die Liste. Das bedeutet Wärme und Trockenheit, Nahrung, Nahrung kochen oder braten. Ganz nach oben gehören auch soziale Kontakte.
Die Serie ist auch eine gute Ergänzung zu Call the Midwife. Auf die Serie bin ich durch Jenny Aguter gekommen, die in zwei meiner Lieblingsfilme mitspielt: An American Werewolf in London und Logan’s Run. Ich muss mir auch unbedingt mal Miranda ansehen. Miranda Hart ist toll.
Bei Call the Midwife muss ich bei jeder Folge mindestens einmal heulen. Es ist unfassbar. Unfassbar gut gemacht.
Aber jetzt muss ich erste einmal die Serien zu Ende sehen. Es gibt zu viele gute Bücher(!), Filme und Serien, ich weiß nicht, woher ich die Zeit nehmen soll.
Der Begriff „toxisch“ für die Beschreibung von Beziehungen wurde aus der Pharmakologie übernommen, um Gewalt, Missbrauch und Abhängigkeit zu benennen. Man dramatisiert damit etwas künstlich, was real schon schlimm genug ist. Es klingt nicht nur schief und falsch. Er trifft auch die Sache nicht. Was in diesen Beziehungen passiert, ist etwas völlig anderes. Gift bewirkt etwas vollkommen anderes. Das wäre in etwa so als würde ich eine Art von Beziehung als „lecker“ bezeichnen.
Der Begriff ätzend wird in der Umgangssprache auf eine ähnliche Weise verwendet. Unsere Eltern können ein Lied davon singen, wie hoch der pH-Wert unserer Umgebung von uns Jugendlichen damals eingeschätzt wurde. Offensichtlich waren wir vollkommen übersäuert. Der Begriff passte für uns, war aber eindeutig als Jugendsprache zu erkennen. „Toxisch“ begegnet einem plötzlich überall.
Giftig ist etwas, wenn ein Stoff auf den Körper so einwirkt, dass seine Gesundheit ernsthaft in Gefahr ist und man davon sterben kann. Gift ist potentiell tödlich. Ich habe ein Problem damit, wenn das Drama, das Bild zu sehr das bestimmt, was ich mit mehr professioneller Distanz betrachten würde. Je genauer und präziser ich die Sache beleuchte, um so besser.
Beziehungen sind komplex, bleiben komplex und sie werden es immer sein und aus der Nummer kommt man nicht raus.
Warum müssen wir etwas so dermaßen überbetonen, wenn doch bereits die geringste Form nicht akzeptiert ist? Wenn das Geringe als nicht mehr wichtig genug erscheint, dann haben wir hier ein Problem. Dann muss man nicht sprachlich aufrüsten.
Es ist eben genau der Punkt, das man etwas nicht möchte, obwohl es kein Drama ist. Das ist für mich der Punkt. Es ist genau das, was wir vielleicht als Übersensibilität wahrnehmen, weil man offensichtlich das Maß verloren hat und nicht das Geringste als Regel hat. Sowohl die Übersensiblen sind verantwortlich für ihre eigene Sensibilität als auch die Groben für ihre mangelnde Rücksicht. Es gehören immer zwei dazu und es muss nicht immer gleich ein Drama sein, damit man die Hoffnung hat, dass sich auch tatsächlich etwas ändert. Ändert sich nichts, muss man dringlicher werden, nicht dramatischer.
»›Toxische Beziehung‹ ist kein wissenschaftlicher Begriff«, stellt etwa Christian Roesler klar. Er ist Paartherapeut und Professor für klinische Psychologie an der Katholischen Hochschule Freiburg und findet, die Bezeichnung vermittle in vielen Fällen ein falsches Bild davon, was passiert, wenn Beziehungen schieflaufen. »Anders als der Begriff ›toxisch‹ suggeriert, gibt es in den allermeisten Fällen nicht einen Partner, der sein Gift verströmt und im Alleingang die Beziehung zerstört. Dysfunktionale Beziehungen sind immer ein Zusammenspiel.«
(Das auf dem Foto ist nicht der Gardasee, das ist der Lago die Tenno.)
Nachdem wir wegen Corona nicht in die Toskana gefahren sind, waren wir dieses Jahr endlich in Italien am Gardasee. Von uns aus kann man die Strecke mit dem Auto durchfahren. Sicherheitshalber haben wir auf dem Hinweg in der Schweiz übernachtet, weil wir nachmittags einchecken sollten. Wir hatten eine wunderschöne Ferienwohnung mit Pool und Blick auf das Meer. Unten lag der kleine, entzückende Ort. Es war wie im Bilderbuch.
Die Dürre hat man auf dem Weg stellenweise gesehen, am See selbst weniger, der Lago die Tenno hatte jedoch deutlich weniger Wasser.
Ich kann mich im Urlaub erholen, wenn ich ein bisschen was zu tun habe. Wenn ich mich also auf eine Sache konzentrieren kann ohne das Gefühl zu haben, dass noch zehn andere Sachen warten oder ich auch nur gedanklich damit beschäftigt bin. Ich denke ja an absurd viele Dinge, die mich eigentlich überhaupt nicht interessieren, die mich bloß beschäftigen, weil ich zu neugierig bin.
Ich habe ein bisschen gelesen, aber vor allem habe ich Fotos gemacht, sortiert und bearbeitet. Das hat mir viel Spaß gemacht. Letzten Monat habe ich ein langersehntes Voigtländer 40mm 1:1.2 gebraucht gekauft. 40mm ist meine Traumbrennweite, weil es der natürliche Blickwinkel ist. Leider ist die Kamera mit Objektiv ziemlich schwer, weshalb ich mir im Urlaub einen neuen Rucksack kaufte, weil mein alter nicht rückenschonend war. Im Prinzip habe ich eine Point-and-Shoot-Kamera, so verlässlich, dass ich mir um nichts mehr Gedanken machen muss. Ich kann mich auf die Komposition konzentrieren.
Kulinarisch bin ich ja recht einfach gestrickt und der Lidl in Italien hat alles zu bieten, was mich glücklich macht. Zumal das Essen recht günstig ist, auch in Restaurants. Im Sinnesrausch war ich in den Parfümerien. Zum einen gibt es Acqua Del Garda, die ganz wunderbare Parfüms anbieten. Ich hätte alle mitnehmen wollen, aber mich natürlich nur für eines entschieden. Die Preise sind vollkommen in Ordnung. Außerdem hatte ein Geschäft Ortigia Sicilia aus Sizilien. Schon etwas spezieller, aber auch absolut tragbar. Die Preise ähnlich moderat.
Letztes Wochenende haben wir den 80. Geburtstag meiner Mutter im Harz gefeiert. Übernachtet haben wir in einer Ferienwohnung, die eigentlich eine volleingerichtete Wohnung war, die scheinbar seit den 80ern Gästen überlassen wurde. Alles war so eingerichtet, wie ich es in meiner Kindheit und Jugend kannte, von den Büchern in den Regalen, über die Deko bis zum Geschirr. Bemerkenswert war die katalogisierte DVD-Sammlung, die mit Sachverstand und Geschmack sortiert war.
Harzburg hat auffallend gute Konditoreien, ich komme da nur allzu schnell auf den Geschmack. Ich habe Kekse, Berliner, Spritzkuchen, Baumkuchen und Schichtnougat gegessen. Nicht zu vergessen das Crème brûlée zum Nachtisch, die frittierten Bananen und die Waffel mit heißen Himbeeren und Vanilleeis. Das durfte mal sein.
Die Gemeinsamkeiten von Männern und Frauen sind größer als die Unterschiede. Es gibt drei messbare Unterschiede bei Männern und Frauen in der Neurowissenschaft: körperliche Gewalt (Männer), die Fähigkeit, Objekte in Gedanken zu drehen (Männer), und soziale Kontakte (Frauen).
Ich habe alles versucht, um den alten Rechner am Laufen zu halten. Der Chip musste permanent unter Höchstleistung laufen und war kaum noch zu kühlen. Kein Lüfter konnte das mehr leisten, vor allem nicht geräuscharm. Die Seite von dem Rechner war permanent offen, im Sommer zusätzlich mit Ventilator gekühlt.
Nachdem ich mich entschlossen hatte, mir das runtergesetzte Aufrüstbundle mit einem Ryzen 3 zu kaufen, war es leider schon ausverkauft. Die anderen waren mir zu teuer, also suchte ich auf ebay und nahm eines der wenigen gebrauchten, die im Angebot waren. Ein Mainboard mit Ryzen 5, groß genug für meine dicke Grafikkarte, leider zu klein für meine Soundkarte, die Grafikkarte verdeckt die beiden anderen Anschlüsse und einen Steckplatz für meine Soundkarte gab es nicht. Ich habe tatsächlich nicht auf die Größe des Mainboards geachtet, das Angebot war einfach zu gut und günstig.
Ich werde mir eine externe Soundcard mit USB-Anschluss kaufen müssen.
Der Rechner läuft, leise und schnell. Ich kann spielen, wozu ich Lust habe, und obwohl ich eigentlich gar nicht spielen möchte, bekomme ich wieder Lust.
Vor allem aber läuft Lightroom wieder flüssig und ich kann endlich wieder Fotos bearbeiten. Bei der Gelegenheit habe ich mich mit Filterintensität beschäftigt.
Die einzige Möglichkeit in Lightroom die Filterstärke zu variieren besteht darin, ein Profil zu verwenden, das man vorher in Camera Raw erstellt hat.
Manche Profile kann man regulieren
Im Netz findet man verschiedene Tutorials unter den Stichworten „LUT Profile Lightroom“. Das ist aber sehr kompliziert und mir nicht gelungen.
Am einfachsten ist es, fertige LUT-Packs zu kaufen, zum Beispiel hier. Wenn man sowieso schon in der Adobe Cloud ist, kann man sie darüber finden. Man installiert die ZIP-Dateien in Camera Raw und kann sie dann in Lightroom verwenden.
Blick vom Philosophenweg
Nach vielen Jahre ist es mir endlich gelungen über ein Profil das Bild so zu steuern, dass ich nur noch mit kleinen Korrekturen die restlichen Einstellungen verändern muss.