Manfred

Den Namen Thierry Mugler habe ich mich selten getraut auszusprechen, weil ich mir nie sicher war, ihn richtig auszusprechen und ob ich ihn deutsch oder französisch oder englisch aussprechen soll. Das war vor dem Internet. Jetzt habe ich kurz nachgesehen und gelesen, dass er Balletttänzer war, die Elten aus Österreich kommen und er mit erstem Namen Manfred heißt, ein paar Gesichtsoperationen hinter sich hat, er seine Muskeln trainiert hat und jetzt aussieht, wie ein Boxer und er sich mit beiden Vornamen nennt: Manfred Thierry Mugler. Hier ein lesenswertes Gespräch mit Tippi Hedren.

Letztes Jahr hat er für Wayne McGregor die Kostüme für die Tänzer designed (auf dem Foto in der Mitte Edward Watson), das Stück heißt McGregor + Mugler und muss wohl ganz toll gewesen sein. Das Foto ist von Michael Asman.

Corona

Ich habe heute Morgen einen Podcast zum Corona-Virus gehört und fasse es hier mal zusammen.

Das jetzige Corona-Virus ist das fünfte von vier. Sie befinden sich vor allem in Fledermäusen und werden über andere Tiere auf Menschen übertragen. Leben viele Menschen auf engem Raum, kann sich das Virus verbreiten. Es befällt die Atemwege und Lungenzellen, kritisch wird es, wenn das Virus in die unteren Lungenbereiche wandert und dort eine heftige Immunreaktion auslöst, diese ist für die Zerstörung des Lungenzellgewebes verantwortlich, die in wenigen Fällen zum Tod führen kann. Gefährdet sind Menschen mit einer anderen Vorerkrankung (Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankung, Bluthochdruck, chronische Atemwegserkrankung), Mitarbeiter:innen im Gesundheitsbereich oder mit genetischer Disposition.

Anders als der Influenza-Virus mutiert er nicht. Gegen die jetzige Verbreitung wird es noch keinen Impfstoff geben. Die Verbreitung verhindert man durch Isolation der Kranken, also auch zuhause bleiben, und regelmäßiges Händewaschen. Ein Atemschutz ist nicht nötig. Anniesen und Anhusten sind auch ohne Mundschutz kein sozial verträgliches Verhalten.

Grippe und Coronaviren werden immer in Tieren weiterexistieren. Solange ein für Menschen gefährlicher Virus in Tieren weiterexistieren kann, lässt sich ein Virus nicht ausrotten.

Also: Zahlen sind gut für Nachrichten. Für die Gesundheit gilt: Händewaschen und nicht im Gesicht rumfummeln.

Google Fonts richtig einbinden

Die Überschrift klingt ja fast schon lächerlich, so einfach ist doch die Einbindung, wenn man sich nur den Code zum Einbinden holen will: Schriftart aussuchen, auf Select this font gehen und den Code rauskopieren. Das Dumme ist nur, es wird damit nur der normale Schnitt angezeigt, kein Bold, kein Italic. Man sieht es, wenn man auf Customize geht. Eigentlich müsste der Reiter Costumize als erstes angezeigt werden, vor dem Reiter Embed.

Das ist kein so kleines Problem, denn ich sehe sehr viele Seiten, die ein ultrahässliches Italic und einen verwaschenes Bold anzeigen, weil die Schnitte nicht geladen werden.

Ja, und selbstverständlich holt man sich die Schriften sowieso vom Server und schiebt sie auf seinen eigenen, weil die IP sonst beim Aufruf der Website bei Alphabet gespeichert wird. Ich glaube ja nicht, dass das ernsthaft zum Problem wird, aber zwischen den technischen Möglichkeiten und privater Meinung besteht eben ein Unterschied.

Update: Google Fonts hat die Website neu gestaltet, jetzt muss man erst die Schnitte auswählen und bekommt dann den Code. Das Problem sollte in Zukunft also nicht mehr auftauchen.

Shumpei Nemoto

Gestern waren wir bei Shumpei Nemoto. Sein Stück heißt Sono Solo. Es ist sowohl ein Tanzstück als auch ein Kunstprozess. Er befestigt Mikrofone an den Ellenbogen und Fersen, deren Signale er an einen Computer schickt, dort steuert und dann über acht selbstgebastelte Lautsprecher im Kreis anordnet. Er improvisiert dazu seinen Tanz und nimmt die akustischen Signale auf, um dazu zu improvisieren.

Seine Inspirationsquelle ist John Cage und seine Arbeiten bestehen aus Loops, Zufällen und Entwicklungsprozessen.

1999 hat er einen Prix de Lausagne gewonnen und war am Royal Ballet, an der Deutschen Oper Am Rhein und am Cullberg Ballet. Seit 2013 arbeitet er als freier Tänzer, Choreograf, macht Videoarbeiten und bastelt und experimentiert, was ich extrem sympatisch finde.

Am Ende der Vorstellung gab es ein Gespräch, auf die Frage, ob er Ballett jetzt komplett hinter sich gelassen hat und jetzt etwas vollkommen anderes macht, demonstrierte er, dass das alles Tanz ist und der Körper nur sein Instrument ist. Ein Klavier, sagt er, ordnet man auch nicht entweder der klassischen Musik zu oder der elektronischen.

Er sagte, man würde viel zu sehr auf Unterschiede achten und oft von etwas sagen, dass es neu und anders und schwierig sei, anstatt auf die Gemeinsamkeiten zu achten und zu sehen, was man kann und schon kann und darauf einfach aufzubauen.

Mich hat er beeindruckt.

Update: Er hat eine Aufzeichnung von der Vorführung hochgeladen.