Flovv

Modeselektor – Who Else

Gestern kam die neue Modeselektor an. Eine Edition (200) in lila Vinyl. Sehr lecker.

Spontan bin ich mehr als begeistert von dem Album. Kurz, knackig, deep.

Hier im Interview.

Dauerlaufen

Ich bin kein großer Läufer. Ich kann weder schnell noch weit laufen. Aber ich brauche Ausdauer und mein Bewegungsdrang ist auch nicht ausgelastet. Laufen ist das Einfachste, was ich mal eben so in den Alltag integrieren kann. Zwanzig Minuten und danach geht es mir besser.

Ich habe mir Schuhe gekauft, die jeden Cent wert sind. Es läuft sich sehr gut in ihnen.

Die Strecke ist einmal um das Feld, ich laufe ein Quadrat, so kann ich jedes Viertel einzeln einschätzen. Am Anfang denke ich bereits nach vierhundert Metern, dass ich das nie schaffe. Ich komme außer Atem, also fange ich an, mich auf den Atmen zu konzentrieren, ich atme tiefer und regelmäßiger. Ich atme schubweise, weil ich die Luft nicht mit einem Mal in die Lungen bekomme. So schaffe ich gut das erste Viertel.

Beim zweiten Viertel läuft es sich fast entspannt, bei der Hälfte ganz gut, aber erste Zweifel kommen auf. Es ist anstrengend, aber wenn ich die Anstrengung durchhalte, komme ich weiter. Ich darf das Atmen nicht vergessen. Ich laufe recht langsam.

Am Anfang des letzten Viertels sehne ich bereits das Ende herbei und das motiviert mich. Ich denke nicht mehr viel nach, sondern nur noch an das Ende. Ich laufe etwas schneller und lege noch einen Sprint hin.

Das sind gerade mal vier Kilometer, aber mir ist es viel wichtiger, dass ich das wirklich regelmäßig einmal die Woche mache und nicht wegen zu hoch gesetzter Ziele vorher aufhöre.

Ich messe mich an mir selbst, an meinen Bedingungen und an meinem Körper.

Länger schlafen

Prof. Dr. Matthew Walker ist Neurowissenschaftler, Psychologe und Leiter eines Schlaflabors. Er ist begeisterter Schlafforscher und aufgrund seiner Ergebnisse von der besonderen Bedeutung des Schlafs überzeugt.

Sein Buch Why We Sleep: Unlocking the Power of Sleep and Dreams ist 2017 erschienen und unter dem Titel Das große Buch vom Schlaf 2018.

Ich lese noch, aber bereits jetzt sehe ich den Schlaf mit anderen Augen. Es gelingt ihm, den Schlaf konkret und sachlich genau zu beschreiben. Die Neurowissenschaft und die Daten liefern dabei nicht nur neue Erkenntnisse, sondern eben auch eine neue Form der Vorstellung, die das Phänomen in einem anderen Licht erscheinen lassen. Weniger nebulös und dunkel.

Als erste Konsequenz versuche ich 8 volle Stunden zu schlafen. Ich kann zwar gut einschlafen, aber mein Schlaf ist nicht immer sehr erholsam. Tagsüber habe ich oft eine Grundmüdigkeit und ich weiß, dass das nicht sein muss.

Photo by Kinga Cichewicz on Unsplash

John Peel

Endlich wieder Radio hören.

Die Grenzen technischer Machbarkeit

Gestern habe ich Blade Runner zum wiederholten Male gesehen. Kann ich gar nicht oft genug. Der Film beginnt im November 2019, das wäre real in neun Monaten. Was in dem Film erzählt wird, ist zwar nicht Wirklichkeit geworden, aber schon etwas näher gerückt.

Wir würden immer noch gerne Planeten kolonialisieren, weil das mit der Ökologie auf der Erde so kompliziert ist. Als wenn die Kolonialisierung von Planeten einfacher wäre. Und wir entwickeln Roboter, die Arbeiten übernehmen, nicht nur Fließbandarbeit, sondern auch Informationsverarbeitung, Dienstleistungen oder sogar Pflege – menschenähnliche Maschinen mit Intelligenz und Gefühl.

Damit sind wir schon recht weit, aber vielleicht werden wir damit auch nicht viel weiter kommen. Oder es wird eine vollkommen andere Richtung nehmen, an die wir noch gar nicht gedacht haben oder an die wir gar nicht denken können. Der Film Her hat da schon sehr weit und beeindruckend klug gedacht. Science Fiction ist eine Form der Fantasie, keine Methode der Wissenschaft. Sie kann sich weit weg von der Realität bewegen oder nah dran bleiben. Sie kann sich mit ganz bestimmten Aspekten der Realität beschäftigen, man denkt bei Science ja eher spontan an Naturwissenschaft, aber es gibt auch andere Wissenschaften.

Man kann auch heute noch Science-Fiction-Geschichten erzählen, die sich nicht darum scheren, dass das Ganze viel Geld kostet und man das Material braucht. Wenn wir Städte wie Shanghai und Dubai sehen, malen wir uns vielleicht aus, wie die Welt aussähe, wenn sie sich in der Form weiterentwickeln würde, aber Ressourcen sind endlich. Eine Science-Fiction-Geschichte, in der fliegende Autos vorkommen, halten wir heute für unrealistisch (realitätsnäher ist das automatisierte Fahren), eine, die von der Sonne als Energiequelle erzählt, mit der man Materialien herstellen kann, deren Eigenschaften wir heute noch gar nicht kennen, nicht.

Manchmal erinnern uns wissenschaftliche Ergebnisse an Science Fiction oder übertreffen unsere Erwartungen sogar. Dann macht sie uns unter Umständen mehr Angst als Hoffnung. Hoffnung worauf? Angst wovor? Auf jeden Fall, dass wir Menschen überflüssig sind. Nicht mehr nur, dass wir keine Lebensgrundlage haben, sondern dass wir auch keine Bedeutung mehr haben. Eine existenzialistische Frage. Oder wir haben Angst davor, dass wir die Kontrolle verlieren. Auch eine lebensbedrohliche Angst und seit der gezielten Kernspaltung sehr real.

Die Idee einer AI zeigt uns unsere Grenzen, indem sie diese übersteigt. In der Realität schlägt sie uns bereits in Teilbereichen. Bezüglich der Denkleistung halten wir im Moment für alles möglich. Gleichzeitig sind der Machbarkeit Grenzen gesetzt, weil wir selten bedenken, dass für die Umsetzung Ressourcen nötig sind, die vielleicht irgendwann erschöpft sind (Ich bin ziemlich sicher, dass man in den großen Firmen das bereits bedenkt).

wewewe, flovv.de

Vor ein paar Jahren habe ich unter dieser Domain gebloggt. Ich habe aufgehört, als ich das Zeichnen wieder angefangen hatte. Ich wollte mich konzentrieren und nicht vom Schreiben ablenken lassen. Vom Zeichnen kam ich zum Tanzen und fing wieder an zu schreiben. Ich schrieb über das Tanzen-Lernen. Nebenbei probierte ich Blogsysteme aus und erstellte Templates.

Gerade beim Essen dachte ich, wie das Blog aussehen würde, wenn ich mit meiner allerersten Domain einfach weiter gebloggt hätte. So um 2003 fing ich an. Jedes Mal, wenn sich mein Thema ändert oder mein Fokus oder aber ich einem speziellem Ziel folgte, fing ich neu an. Ist ja auch so einfach und finde ich auch normal. Ich habe auch Notizbücher zu bestimmten Themen, die ich heute mit anderen Augen sehe, ich erinnere mich an Gespräche, die ich so heute nicht mehr führen würde. Man verändert sich. Hoffentlich. Ich bewundere es aber sehr, wenn es jemand schafft, einfach weiter zu schreiben. Vor allem freue ich mich, die alten Texte lesen zu können.

Nachdem ich die Domain flovv.de abgegeben hatte, wurde sie von jemand anderem registriert. Und gerade eben merke ich, dass die Domain wieder frei ist. Ich mochte sie und registrierte sie neu, um dort weiter zu machen, wo ich damals aufgehört habe. Ich habe noch keine Idee, welches Blogsystem ich wähle, geschweige denn, welches Theme oder Template.