Vollformat

Zum Geburtstag habe ich mir eine Nikon D700 geschenkt. Es war Nikons erste Vollformat-Spiegelreflex. Gebraucht bekommt man sie für rund 300 Euro. Ich habe eine sehr gut erhaltene ersteigert, die der Verkäufer mit den Worten „Ich fotografiere sowieso nur noch mit dem iPhone“ abgab. Die Kamera kam vor zwölf Jahren raus, sie war natürlich unbezahlbar für mich. Vollformat weiterlesen

Herbstwald

O.K., ein inhaltloser Eintrag ist in dieser Theme-Version nicht vorgesehen. Dann schreibe ich eben kurz etwas zu dem Foto.

Wir waren essen. Irgendwo bei Dreimühlen oder Fünfmühlen, jedenfalls irgendwas mit Mühlen. Und weil wir soviel so lange auf das Essen warten mussten und es uns dann umso schwerer im Magen lag, gingen wir noch etwas im Wald spazieren. Das Restaurant hatte einen Schornstein und aus diesem stieg unentweg Rauch auf, der die Bäume in den Kronen umhüllte.

Herbst

Es wird Herbst, seit gestern ist es deutlich kälter und letzten Sonntag wurden die Uhren umgestellt. Das ist schön beim Aufwachen sonntags, weniger schön, wenn man hellwach abends im Bett liegt und am nächsten Morgen eine Stunde früher von selbst aufwacht.

Der Kürbis ist bereits geschnitzt. Kürbisse und Halloween läuten den Herbst ein. Ich konnte Kürbissuppen bis vor Kurzem nichts abgewinnen, aber jetzt finde ich sie ganz in Ordnung. Mit Würsten darin sogar lecker.

Unser Lieblingsrezept:

  • 1 Hokkaido-Kürbis, ca. 600-700 g
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 1 St. Ingwer, frisch, daumengroß
  • 150 ml Orangensaft
  • Salz, Pfeffer, Currypulver, Cayennepfeffer

Zwiebeln und Knoblauch in Öl andünsten, Kürbis rein, anbraten, Gemüsenrühe rein, kochen, Kokosmilch und Orangensaft rein, würzen, pürieren, fertig.

Die Hecke ist auch kurz geschnitten, nicht kurz genug für den Nachbarn, mit dem ich mit in die Haare bekommen habe. Ich werde unfreiwillig zum Ökoaktivisten, unfreiwillig, denn die Hecke war schon da und ich würde mich mich auch mit einem Holzzaun begnügen. Aber so freue ich mich über das Grün und irgendwie muss ich ja rechfertigen, dass sie manchmal zu groß wird und Blätter wirft. Natur halt.

Ich habe Meisenknödel gekauft und schlage mich auf die Seite der Ökologie anstelle der Sauberkeit mittels Beton. Unser Nachbar hat nämlich sämtliches Grün plattgemacht und sich einbetoniert. Geschmacksache könnte man sagen, aber er hat eine regelrechte Phobie vor allem Lebendigen. Ich hatte eine Diskussion mit ihm. Sich selbst betrachtet er wahrscheinlich als nichtnatürliche Krönung der Schöpfung. Es ist zum Augenrollen.

VSCO hat einen neuen Filter, den finde ich ziemlich schick.

Scans

Ich scanne gerade die Negative der letzten vierunddreißig Jahre. 1985 bekam ich meine erste Kamera geschenkt, eine Rollei 35, die habe ich heute noch und funktioniert noch genau so wie früher. Ein schönes, mechanisches Gerät. Danach kam eine Nikkormat, auch die habe ich noch, ich habe erst vor kurzem sogar eine zweite gekauft, mit der ersten habe ich die meisten meiner Fotos gemacht, in der Zeit zwischen achtzehn und Ende zwanzig.

Ich habe die Bilder seit Jahren nicht mehr gesehen, weil ich nur noch die Negative hatte. Meine ganze Jugend liegt gerade in Bildern vor mir beziehungsweise kommt in Bildern zu mir. Bei manchen muss ich schlucken, von vielen bin ich fasziniert, alle sind sehr intim und in ihrer Art wunderschön.

Ich scanne sie ohne Bearbeitung durch, die Software übernimmt Farbanpassungen, gute Fotos werden gut, schlechte werden schlecht. Generell ist es einfach so, dass gut belichtete Fotos ordentlich aussehen, Farbverschiebungen kommen durch schlechte Belichtung zustande. Die ganzen anderen Unterschiede, das Filmmaterial zum Beispiel, fallen weniger ins Gewicht. Bilder, die ich jetzt gemacht habe, werden ein bisschen besser, aber ich merke doch, dass ich auf solche Qualitätsmerkmale die letzten Jahre zu viel Gewicht gelegt habe. Am Ende zählt das, was drauf ist und Film ist generell gut, sei er noch so körnig oder farbverschoben. Es handelt sich um Privatbilder.

Hier nochmal auch für mich ein Link zur Entwicklung in Großlabors.

Hipsta­herbst

Ich bekomme immer im September Lust, mit Hipstamatic herumzuspielen. Ich mag die App, die auf mich wie ein kleines Trompe-l‘œil-Kunstwerk wirkt. Die App selbst ist ausgesprochen gut gemacht, die Ergebnisse irrwitzig überdreht, falsch oder künstlich, manchmal aber eben doch ganz schick, und es hat etwas von einem Zufallsverfahren.

Wieso ich ausgerechnet im September anfange, die App zu benutzen, weiß ich nicht. Ich vermute, dass das nachlassende Sonnenlicht die Farben in meiner Umgebung reduziert und ich instinkthaft dem entgegenwirken will. Buntheit gegen Herbstgrauheit.

Seit 1.10. gibt es eine neue Version von Hipstamatic. Mit anderem Bezahlmodell und einfacherem User Interface.

Lightroom CC

Ich hatte im Urlaub meine alte Nikon D200 dabei und mein iPad Mini. Die D200 ist betagt und hat ihre altersbedingten Schwächen, aber die Bildqualität ist gut.

Ich fotografierte im RAW-Format und zog mir die Bilder auf das iPad. Ich probierte verschieden Bildbearbeitungsprogramme und installierte zum Test Lightroom CC. Das Ergebnis beim einfachen Import war gut. Es gibt Kameraprofile und die automatische Bildoptimierung war sehr gut.

Ich habe zuhause nur die alte Desktop-5er-Version und habe nie wirklich zufriedenstellende Ergebnisse mit meinen alten digitalen Kameras erzielt.

Vor allem ging es mir um die Anwendung einer Einstellung, mit der ich alle Bilder brauchbar bearbeiten kann, unabhängig vom Motiv. Und das funktionierte mit dem Lightroom CC ganz gut. Mit der alten Version hatte ich immer Probleme mit der Justierung. Ich habe jetzt allerdings keinen Vergleich mehr, weil ich die alte Version gelöscht habe. Ich bin mit der neuen Version zufrieden.

Kunstakademie Dresden

Die Cloud-Anbindung hat für mich Vorteile. Ich habe mir Lightroom CC anschließend auch für den Desktop abonniert, weil das mit dem iPad Mini natürlich nur eine Notlösung ist. Die Bilder in der Cloud werden synchronisiert. Ich finde es praktischer als die selbst gespeicherten Kataloge. Ich versuche sowieso, die Menge an Bildern möglichst gering zu halten und bearbeite nur wenige Bilder einzeln.

Außerdem habe ich noch eine Canon S120, die ich auch immer noch sehr mag, nur hat eben auch sie ihre Schwächen. Auch hier habe ich mir eine Voreinstellung gespeichert, mit der ich durchweg gute Ergebnisse bekomme.