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Dauerlaufen

Ich bin kein großer Läufer. Ich kann weder schnell noch weit laufen. Aber ich brauche Ausdauer und mein Bewegungsdrang ist auch nicht ausgelastet. Laufen ist das Einfachste, was ich mal eben so in den Alltag integrieren kann. Zwanzig Minuten und danach geht es mir besser.

Ich habe mir Schuhe gekauft, die jeden Cent wert sind. Es läuft sich sehr gut in ihnen.

Die Strecke ist einmal um das Feld, ich laufe ein Quadrat, so kann ich jedes Viertel einzeln einschätzen. Am Anfang denke ich bereits nach vierhundert Metern, dass ich das nie schaffe. Ich komme außer Atem, also fange ich an, mich auf den Atmen zu konzentrieren, ich atme tiefer und regelmäßiger. Ich atme schubweise, weil ich die Luft nicht mit einem Mal in die Lungen bekomme. So schaffe ich gut das erste Viertel.

Beim zweiten Viertel läuft es sich fast entspannt, bei der Hälfte ganz gut, aber erste Zweifel kommen auf. Es ist anstrengend, aber wenn ich die Anstrengung durchhalte, komme ich weiter. Ich darf das Atmen nicht vergessen. Ich laufe recht langsam.

Am Anfang des letzten Viertels sehne ich bereits das Ende herbei und das motiviert mich. Ich denke nicht mehr viel nach, sondern nur noch an das Ende. Ich laufe etwas schneller und lege noch einen Sprint hin.

Das sind gerade mal vier Kilometer, aber mir ist es viel wichtiger, dass ich das wirklich regelmäßig einmal die Woche mache und nicht wegen zu hoch gesetzter Ziele vorher aufhöre.

Ich messe mich an mir selbst, an meinen Bedingungen und an meinem Körper.