Category: Musik

Musik

The War On Drugs

Für den nächsten Songabend habe ich drei Stunden Musik durchgehört und gesucht und bin bei einer Band hängen geblieben, die ich dieses Jahr wärmstens ans Herz legen würde. Dieses Jahr, weil ich sie jetzt erst nach vielen Jahren richtig zu schätzen weiß.

Vielleicht war es die vierstündige Autofahrt, auf der ich alle Alben durchgehört habe. Vielleicht war es eine Art Cruising-Effekt. Vielleicht ist es mein später Zugang zu Sprinsteen und Petty.

Älter werden heißt für mich, bekannte Sachen neu entdecken. Und einfach nur gute Musik, die nicht unbedingt immer etwas grundlegend Neues sein muss, gehört dazu.

Alle drei Alben (gibt noch andere) bekommen einen hübschen Platz auf meinen chaotischen CD-Stapeln: Lost in the Dream (2014), A Deeper Understanding (2017), I Don’t Live Here Anymore (2021).

Allerdings wollte ich schon länger Backstreet Lovers vorstellen. Vermutlich werde ich würfeln.

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Musik

Singer-Songwriter-Abend

Gestern war ich auf einem Singer-Songwriter-Abend, das war alleine deswegen schon toll, weil er überhaupt stattfand, nein, nicht wegen Corona, sondern weil es sich hier um völlig unbekannte, mehr oder weniger privat musizierende Menschen unterschiedlicher Sprache und Herkunft handelt. Das ist gar nicht forciert, sondern ist einfach so, egal, ob es meine Tanzgruppen sind oder wie gestern Abend Singer-Songwriter.

Mir ging schlichtweg das Herz auf.

Zwei meiner Freunde waren da, einer trat selbst auf, und fragten mich, wieso ich nicht endlich mal eigene Musik mache. Ich kann nicht, ich will nicht, ich weiß nicht. Ich habe Angst, vor meiner Unzulänglichkeit und meinen Fehlern. Wenn ich das mit anderen Songs mache, ist es nicht so schlimm, da ich ja sowieso nur der mittelmäßige Interpret bin, aber ein eigener Song ist das Anerkennen der eigenen Mittelmäßigkeit. Beim Tanzen habe ich mich dran gewöhnt.

Meine Freunde warten nur drauf, dass ich mal endlich eigene Songs mache, aber anders als beim Tanzen kann ich mich nicht irgendwo anmelden und machen, was man mir sagt. Hier bin ich komplett auf mich selbst gestellt.

Ich habe schon mal angefangen, ein paar Ideefetzen festzuhalten. Nachdem ich gestern gehört habe, dass eine 300(!) Ideen als Sprachnotizen aufgenommen hat und daraus zwei Songs entstanden sind, muss ja nicht auf Anhieb in fünf Minuten ein Song entstehen.

Es ist allerdings mein x-ter Anlauf.

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Musik

Album-Opener

Als ich einen Live-Mittschnitt von Smashing Pumpkins Cherub Rock auf Youtube hörte, dachte ich, dass das einer meiner liebsten Album-Opener-Erlebnisse war. Ich hörte das Album damals im Plattenladen Probe und mit den ersten Tönen und dem Einsetzen der Wall of Sound war ich sofort gefesselt und gefangen.

Über das Live-Video kam ich auf die Idee, gute Album-Opener zu sammeln. Hier ist das Ergebnis.

Die Liste ist noch unsortiert, so wie es mir in den Sinn kam, sammelte ich es untereinander. Die Playlist ist für alle offen und es wurden vier Titel von Freunden hinzugefügt.

Es gibt Alben, die durchweg gut und schlüssig sind und offensichtlich haben Bands, Musiker oder Produzenten sich genau überlegt, wie sie in das Album (von dem sie selbst auch überzeugt sind) einführen, einmal durch den Track selbst, zum anderen durch den musikalischen und klanglichen Einstieg in den Track (Einblenden, Instrumente nacheinander dazu spielen etc.).

Playlist to be continued.

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Musik

Textprobleme

Wir hatten das Thema in der Runde: Darf man Musik von Musikern hören, die sich in irgendeiner Weise falsch verhalten haben? Morrissey? Michael Jackson? Will man Musik von denen hören? Ich tue es, habe es eine Zeit lang nicht gemacht und gemerkt, dass es keinen Unterschied macht – weder für mich noch für andere. R. Kelly hört zum Glück niemand. Wenn wir solche Fragen stellen, geht es nicht darum, eine allgemeingültige Antwort zu finden.

Seitdem wir wieder Musik machen und Songs covern, stellt sich die Frage bereits bei einfachen Songtexten. Darf ich (als Mann) Taylor Swifts The Man singen? Dürfen wir Songs singen, die ein negatives, naives oder falsches Bild vermitteln? Es ist nicht nur eine moralische Frage, es kommt einem einfach nicht gut über die Lippen, man fühlt sich unwohl. Ist das Wort Fuck erlaubt? Künstler selbst texten das Wort raus (Drivers Licence, We can Funk), wir singen es wieder rein.

Ein gewisses Aushalten von Widersprüchen und Schrägheiten ist nötig.

Für den nächsten Songabend ist ein Lied vorgesehen, dessen Titel mir sauer aufstößt: Golden Circle. Eine eingängige Melodie, aber leider ein elitärer Begriff, der so ganz meinen Werten widerspricht. Egal, ob damit der VIP-Bereich vor der Bühne gemeint ist oder eher wie in Meet the Fockers, er meint einen geschlossenen Bereich, den man ganz bewusst nach außen abgrenzt.

Die Frage, ob Que Sera Sera eine naive Lebenseinstellung vermittelt und ob Doris Day ein schlechtes Frauenbild vermittelt, haben wir in einer kleineren Runde vehement verneint.

Was wir auf jeden Fall nicht mehr machen: Texte umtexten, damit die Geschlechtsverhältnisse stimmen.

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Alltag, Liebe, Musik

Hamburg

Meine Kindheit und Jugend habe ich in Hamburg verbracht. Wir wohnten in einer Siedlung, in der es heute ein Kindermuseum gibt. Ich zog nach Heidelberg als ich Anfang zwanzig war.

Ich habe mich letztes Wochenende mit drei meiner alten Schulfreunde getroffen. Wir waren eine feste Gruppe, die sich nach der Schule selten gemeinsam traf. Sie besuchten mich einmal in Heidelberg. Das letzte gemeinsame Treffen war vor siebzehn Jahren. Wir werden uns jedes Jahr einmal treffen, in unserer alten Siedlung. Mit kaltem Holsten.

Es beschäftigt mich schon länger, dass ich mein Leben etwas mehr mit Musik und Tanz verbinden würde und sich langsam mal etwas mehr ein Heimatgefühl einstellt. Mit der Heimat ist es wie mit der Liebe: man muss selbst etwas dafür tun. Alternativ wird man zum einsamen Wanderer. Auch eine Option. Aber irgendwo dazwischen will ich mich bewegen.

Wir hatten gemeinsam das Thema und konnten nur ein Lied und das noch nicht mal zur Hälfte: Ick heff mol en Hamborger Veermaster sehn. Wir sangen es gemeinsam, vollkommen ohne Ironie. In dem Moment war mein Entschluss klar: Ich werde Shanties lernen. Ich habe mir bereits zwei Bücher besorgt: Windjammer-Lieder von Stan Hugill und Shanties von Gilbert Obermair. Den ersten Versuch habe ich gestartet.

Leave her, Johnny, leave her wurde am Ende der Reise gesungen. Die Seeleute haben all das gesagt und gesungen, was man auf der Reise nicht sagen durfte.

Oh, the time wuz hard an the wages low,
leave her, Johnny, leave her!
but now once more ashore we’ll go,
an’ it’s time for us to leave her!

Leave her, Johnny, leave her!
Oh, leave her, Johnny leave her!
For the voy’ge is done, an’ the winds don’t blow
an it’s time for us to leaver her!

Oh, I thought I heard
the Ol’ Man say,
tomorrow ye will ge your pay.

The work wuz hard
an’ the voyage was long,
the sea wuz high an’ the gales wuz strong.

The wind wuz foul an’ the sea ran high,
she shipped it green an’ none went by.

The grub wuz bad an’ the wages low,
but now once more ashore we’ll go.

Oh, our Ol’ Man he don’t set no sail,
we’d be better off in a nice clean jail.

We’d be better off in a nice clean jail,
with all night in an’ plenty of ale.

She’s poverty-stricken an’ parish-rigged,
the bloomin’ crowd is fever-stricked.

Oh, sing that we boys will never be,
in a hungry bitch the likes of she.

The mate wuz a bucko an’ the Ol’ Man a Turk,
the bosum wuz a beggar with the middle name of work.

The Ol’ Man swears an’ the mate swears too,
the crew all swear, an’ so would you.

It’s growl yer may, an’ go yer must,
it matters not whether yer last or fust.

The ship won’t steer, nor stay, nor wear,
and so us shellbacks learnt to swear.

The winds were foul, all work, no play,
to Liverpool docks from ’Frisco Bay.

We were made to pump all night an’ day,
an’ we half-dead had beggar-all to say.

We’ll leave her tight an’ we’ll leave her trim,
an’ we’ll heave the hungry bastard in.

Oh, leave her, Johnny, an’ we’ll work no more,
of pump or drown we’ve had full store.

The sails are furled an’ our work is done,
an’ now ashore we’ll have our bit of fun.

We’ll make her fast and stow our gear,
the gals are awaiting on the pier.

Ich werde bei unserem nächsten Musikabend diesen Shanty mit denen singen. Als zweiten Song suche ich mir einen irischen Pub-Song. Bei meiner Recherche stieß ich dabei auf Sean nós, was so viel heißt wie „alter Stil“, gemeint sind damit ein perkussiver Tanz, der mit Ledersohlenschuhen getanzt wird und ein Gesangsstil. Dem Gesangsstil werde ich mich nicht widmen, aber dem irischen Tanz.

Wenn ich es schaffe, melde ich mich beim Hochschulsport für einen Kurs Irish Dance an. Sean nós wird hier in der Nähe leider nicht unterrichtet, der nächste Workshop ist in Wiesbaden, das ist mir ein Tick zu weit.

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Musik

Garageband

Ich nutze GarageBand auf meinem iPad als Drum Machine. Die Samples und Sets klingen natürlich und es gibt genug dezente Klänge, die man gut nebenher einsetzen kann. Gerade in Kombination mit Bass ist eine Drumspur für mich unerlässlich geworden. Bass spielen ohne Drums macht für mich nur selten Sinn.

Der einzige Mangel hier ist der etwas umständliche Umgang mit Patterns, ich musste lange suchen, bis ich die Option gefunden habe, die Anzahl der Patterns einzustellen. Das ist für mich eigentlich das erste und wichtigste, was ich schnell einstellen will.

GarageBand ist mächtig und ich froh, die Funktionen zu finden, die ich brauche. Jetzt habe ich nach langer Zeit zum ersten Mal die mehrspurige Aufnahmeoption über das interne Mikro ausprobiert, damit ich den zweiten Gesang überlagern kann. Dieses Video hier fand ich hilfreich.

Ich kann damit ganz fix Gitarre plus Gesang plus Gesang aufnehmen und vor allem die speziellen Stellen in einer Aufnahme mehrfach probieren. Das ist sehr toll und hilfreich für das Lernen und üben von Backgroundgesang.

Es gibt ja auch spezielle Apps dafür und eine ist wirklich toll, aber die brauchbaren, die ich gefunden habe kosten ca. 10 Euro im Monat. Wie gesagt: Garageband kann das kostenlos.

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Musik

Music Contest

Gestern hatten wir unseren privaten Song-Contest mit elf Teilnehmern.

Ich habe Mitski für Japan antreten lassen. Spoon und Mitski sind punktgleich auf dem obersten Platz gelandet.

Beide verdient, natürlich. Beide Alben sind toll. Dieses war das Endergebnis:

  1. Mitski – Love Me More (Japan)
  2. Spoon – Wild (U.S.A./Texas)
  3. Regina Spektor – Becoming All Alone (U.S.A./NY)
  4. Gretel Hänlyn – Motorbike (U.K.)
  5. Andrew Bird – Underlands (U.S.A./Chicago)
  6. Один в каное – Кому то тре (Ukraine)
  7. Zoster – Čovjek želi da je ptica (Bosnien)
  8. Landmvrks (Ich habe vergessen, welches) (Frankreich)
  9. Swallow The Sun – The Void (Finnland)
  10. Alvaro Soler – Solo Para Ti (Spanien)
  11. Michael Patrick Kelly – Throwback (Deutschland)

Es hat Spaß gemacht.

Fun fact: Deutschland auch bei uns auf dem letzten Platz.

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Musik, Technik

Wiki

Ich habe vor einiger Zeit ein Wiki installiert und den Zugriff nur für mich beschränkt. Eingetragen hatte ich bisher nichts. Für Sachen, die ich mir merken wollte, habe ich Pinboard, Feedly, Youtube und Blogs verwendet. Für Tanz hatte ich ja ein eigenes Blog, das war auch ganz nützlich für die ersten Jahre. Für andere Dinge wird es etwas schwieriger, gerade für Musik gibt es so viele verschiedene Informationen und Zugänge und je mehr ich mich wieder damit beschäftige, nimmt auch die Art der Information zu. Ich habe Texte, Bandinfos, Stilrichtungen, Bandlisten, Noten undundund.

Wiki mit Medik-Skin

Jetzt habe ich mal angefangen, die Infos ins Wiki zu schreiben und ich muss sagen, dass das ein viel besser Ort für so etwas ist als ein Blog. Ich packe da alles rein: Songtexte und Akkorde, Albenlisten, Notenskalen, Links und vieles mehr.

Wikis brauchen etwas Übung und Gewöhnung, aber hat man sich mal an die Auszeichnungssprache gewöhnt, ist es ganz einfach. Ist ja auch nicht viel anders als HTML oder Markdown.

Es gibt sogar eine sehr schickes und schlichtes Skin: Medik.

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Fotografie, Musik

Blurred

Das Foto und Cover für Achim (To Hell With Tradition) ist fertig. Ich habe das Foto in meiner Ballettschule aufgenommen, die ich mal wieder um so mehr liebe, ein Ort, an dem ich Begeisterung und Leidenschaft teilen kann.

Das Release-Datum des Albums steht auch schon fest und ich bin sehr gespannt. Dieses Mal habe ich noch keine vorläufige Version gehört.

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