Category: Lernen

Lernen, Musik

Singen lernen

Das nächste kleine Online-Konzert in privatem Kreis werde ich mit drei Songs unterstützen. Für einen davon brauche ich meine Kopfstimme.

Ich habe mich bei Singgeek angemeldet und übe ein wenig. Momentan bin ich nicht allzu diszipliniert. Aber bereits ihre kleinen Hilfen und Youtube-Videos haben mir sehr geholfen.

Ein bisschen komme ich mir vor wie beim Tanzen-Lernen. In meiner Jugend und später habe ich mehr und selbstverständlicher gesungen. Ich fange also einerseits wieder von vorne an, dieses Mal jedoch mit mehr Technik und ein bisschen mehr Disziplin.

Leider ist es auch wie beim Tanzen: Es kostet mich wahnsinnig Überwindung, die Übungen auszuführen. Beim Tanzen reicht es ja noch, die Vorhänge zuzuziehen und die Tür abzuschließen. Beim Singen jedoch wird man laut, das kann man nicht heimlich machen.

So zum Beispiel.

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Alltag, Lernen

Konzentrationsaufgaben

Ich will mein Gehirn wieder etwas mehr trainieren. Ich bin viel zu eingefahren.

Mastermind

Wegen Mastermind kam ich überhaupt auf die Idee. Ich spielte eine Online-Version und erinnerte mich, dass ich es in meiner Jugend mit Begeisterung gespielt habe. Meine Schwester war so nett, den Part der Kontrolleurin zu übernehmen. Man braucht für das Spiel zwei Personen und einer langweilt sich dabei immer, weil er nur die Züge kontrollieren und bewerten muss. Natürlich kann man sich abwechseln, aber was, wenn der andere gar nicht spielen will? Hier kommt der Computer perfekt zum Einsatz. Ich habe mir für Android eine Version geladen, die nicht mehr richtig funktioniert, weil sie für eine ältere Version programmiert und nicht aktualisiert wurde. Am Anfang kommt eine Fehlermeldung und man kann keine High-Scores sehen. Aber es läuft und tut, was es soll. Ich liebe dieses Spiel und mit einem Mal waren tot geglaubte Gehirnregionen reaktiviert. Meine Lust zum Knobeln hält sich in Grenzen, weil ich zu doof und zu unkonzentriert bin. Die optimale Voraussetzung, um das zu ändern, dachte ich mir. Ich will mein Gehirn trainieren.

Ich suchte kurz und fand zwei Apps: Elevate und Lumosity.

Elevate

Elevate ist extrem schick gemacht. Es ist auf Englisch und enthält Aufgaben zur Sprache und Mathematik. Supereinfach, aber dafür ist die Hemmschwelle auch besonders niedrig. Mein Vokabular im Englischen ist sowieso unterirdisch, deshalb ist dieses Niveau für 6-Klässler gerade richtig für mich. Ich brauche ja bloß ein bisschen Fokus. Dafür ist es gerade richtig.

Lumosity

Luminosity ist eine Spielesammlung. Nette Spielchen für nebenbei, die mich genau richtig herausfordern.

Hauptsächlich geht es mir darum, nicht mehr ständig auf Nachrichten zu gucken. Nicht Twitter, Facebook, Whatsapp, Reddit, Discord, Spiegel, Feedly. Aber eben auch nicht nur Lesen und Musik oder Nachdenken und Schreiben. Da hat sich bei mir nämlich eine ganz hässliche Routine eingespielt. Ich muss meine müden Zellen wieder etwas mehr vernetzen und fordern. Ich habe früher so viel Spaß daran gehabt.

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Lernen

Gemeinsam üben

Ich lerne ja seit einiger Zeit Texte für meine Cover-Songs auswendig und war damit recht ungeduldig.

Gestern hatten wir die erste Probe vor unserem kleinen Konzert nächste Woche und neben Bassläufen muss ich Backgroundgesang üben und Gitarre spielen.

Ich übe ja schon länger für mich alleine, aber ich merke, dass in der Gruppe das mechanische Wiederholen kleiner Einheiten den besten Effekt hat. Eigentlich so wie im Ballett mit den Unterrichtsmethoden von vor hundert Jahren. Frau Vaganovas Methode wird bis heute fast unverändert gelehrt. Man schreibt sich den Inhalt ins Reptiliengehirn. Reine Motorik. Wenn man dann noch einigermaßen Sinnhaftes damit verbindet, um so besser, aber es ist für das Lernen egal.

Was gar keinen Einfluss auf mein Erinnern hat, ist der selbst geschriebene Text.

Es gibt diese drei Bereiche, die man voneinander trennt und einzeln betrachten kann: Motorik, Gefühl und Inhalt. Ich finde das sehr hilfreich, egal, ob ich tanze, Gitarre spiele oder singe.

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Lernen

Lame brain

Update zu: Für mich bitte in Zeitlupe.

Liegt es am Alter, der mangelnden Übung, Kaffee, Alkohol, Tanzen? Ich weiß es nicht, aber mein Gehirn merkt sich keine Texte mehr. Ich habe Taylor Swifts Text nicht fehlerfrei live hinbekommen. So gut wie nie also. Ich dachte, es läge an Taylor.

Jetzt lerne ich gerade einen Text, den ich dachte, gut zu kennen, weil ich das Lied seit 1996 höre und teilweise mitsinge. Es ist eines meiner Lieblingslieder und sein Text bedeutet mir was. Also nur noch die Lücken füllen.

Von wegen, was anfangs noch gut ging, wird einfach vom Gehirn nach einiger Zeit rausgesiebt. Es ist ihm vollkommen egal, ob die Zeile heißt

Im the intimate stranger.

Es macht daraus random:

Im the internet stranger.
Im the permanent stranger.
Im the permalink stranger
.

Es ist meine Gehirn vollkommen egal, interessiert sich nur für Klang und gibt sich mit halbwegs sinnvollen Inhalten zufrieden.

Es ist gruselig. Diese Texte bedeuten mir offensichtlich nicht genug.

Ich habe nie Angst davor gehabt, dement zu werden, aber ich kann nicht garantieren, dass es meinem Gehirn irgendwann vollkommen egal ist, ob ich mit Hausschuhen auf die Straße laufe und Aufbackbrötchen roh esse, weil sich mein Gehirn offensichtlich mit Ähnlichkeiten vollkommen zufrieden gibt.

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Lernen

Für mich bitte in Zeitlupe

Ich weiß nicht, wie ich das früher gemacht habe, ich weiß nicht, wie ich die Texte der Songs auswendig gelernt habe, die ich gecovert habe.

Was ich weiß, ist, dass ich Texte jetzt nur sehr schwer auswendig lernen kann. Schon klar, das ist das Alter, aber es ist ja nicht das Alter an sich, sondern wohl die mangelnde, vielfältige Vernetzung der neuen Information im Gehirn. Die neue Information ist für mich nicht wirklich wichtig, also gibt es keinen Grund sich daran zu erinnern. Das Gehirn hat sich im Vergessen und Filtern geübt.

Wir haben ein kleines, privates Zoom-Konzert und ich habe mich bereit erklärt, Taylor Swifts Cruel Summer zu covern. Toller Song, groovy, easy, floving Text. Nur wollen die Worte nicht in meinen Kopf, sie erreichen mich nur als beinahe sinnfreier Klang. Es liegt nicht am Text, es liegt an mir, es geht mir mit jedem Text so.

Jedenfalls muss ich diesen Song lernen. Ich schreibe ihn handschriftlich ins iPad und male Bildchen drumrum, ich kringel Wort ein und markiere sie farbig. Ich wiederhole Schlüsselwörter. Ich gehe Satz für Satz und Strophe für Strophe vor und es ist zäh, ich komme im Schneckentempo voran.

Jetzt werde ich das machen, was man im Tanz auch macht: in Zeitlupe und mit Wiederholungen Satz für Satz durchgehen. Der Tempowechsel hat jedenfals schon mal viel gebracht. Ich werde alt.

Übrigens klingt der Song 25 % langsamer auch sehr gut.

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