Category: Gesundheit

Gesundheit

Zwei rote Striche

Die Tochter ist schon lange erkältet, aber ihre Corona-Tests (auch PCR) waren alle negativ. Ich habe mir also letzten Freitag nichts dabei gedacht, als mein Hals anfing zu kratzen. Natürlich habe ich mich bei ihr angesteckt, dachte ich, ich habe ja auch nie Abstand gehalten.

Samstag hatte ich Fieber und Sonntag zur Sicherheit mal einen Schnelltest gemacht. Ein zarter Strich bei T. Ungültig, sagte ich. Noch einen gemacht. Wieder nur bei T, blass bei C. Wir schicken das Foto an eine befreundete Ärztin, die sagt: Ja, nee, ist zweifelsfrei positiv.

Ich habe ein ganz gutes Gefühl für meinen Körper und merke, wie er massiv gegen eine heftige Infektion angeht, die sich überall breit machen will. Mit Apfelsaftschorle, Dosenfrüchten (Zucker) und Dosensuppen (Salz etc.) versorge ich drei Tage lang den siechen Körper. Nach drei Tagen nehme ich Ibuprofen und der Spuk ist vorbei.

Positiv bin ich immer noch und hänge bei den heißen Temperaturen seit Tagen im Zimmer fest.

Es ist gut gegangen, aber es nervt und ich kann gerne drauf verzichten. „Mild“ ist ein alberner Euphemismus.

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Gesundheit

Rücken und Rheuma

Ich würde das Thema ja gerne negieren und mich weniger damit beschäftigen, aber das wäre unsinnig, weil ich es dann bloß ausblende, ignoriere und es dadurch noch schlimmer wird.

Vor einer Woche hatte ich Rückenschmerzen, von denen ich nicht wusste, woher sie kamen, es gibt allerdings Stellen in meinem Rücken, die ganz besonders betroffen sind und sich als Rheuma bemerkbar machen. Es gibt also keine einzelne Ursache, sondern ist vielmehr mit einer Kettenreaktion in einem Netzwerk vergleichbar.

Ich war in Panik, weil Proben und ein Auftritt anstehen, die mich körperlich sehr fordern. Ich will da auch kein speziell medizinisches Problem draus machen, ich kenne die medizinischen Hintergründe zur Genüge. Ich muss es vielmehr selbst in die Hand nehmen und für mich Möglichkeiten und Wege und Präventionen finden, generell einen Lebensstil und Gewohnheiten, die eine Weichheit und Gelenkigkeit ermöglichen.

Ich bin sicher, dass Alkohol meinem Körper am meisten schadet, bereits in kleinsten Mengen. Ich darf eigentlich überhaupt keinen mehr trinken.

Gegen den Schmerz nehme ich ruhig mal ab und zu Aspirin oder Ibuprofen. Die Nebenwirkungen sind verhältnismäßig gering.

Der Rücken muss mechanisch bearbeitet werden. Das ist der schwierigste Teil. Die Eigenbewegung des Körpers ist die erste und einfachste Art der Massage. Es ist nachgewiesen, dass das Tanzen eine der besten Formen ist, um die Feinmotorik im gesamten Körper in Bewegung zu halten. Das bedeutet aber frei und entspannt ohne großen Anspruch zu tanzen. Das ist leichter gesagt als getan.

Thai-Massage

Der Rücken braucht aber zusätzlich Massage. Ich hatte letzte Woche meine erste Thai-Massage und es war fantastisch. Das war bestimmt nicht meine letzte.

Yoga und Massagepistole

Die Faszienrolle habe ich weggelegt, sie wirkt zu flach, nicht punktuell genug. Ich habe mir eine Massagepistole gekauft, die ich schon seit einem halben Jahr regelmäßig benutze, sie ist eine der besten Anschaffungen. Mit ihr kann ich Muskeln und Bindegewebe weichklopfen. Es ist wichtig, dass man bei der Massage nicht verkrampft, sonst hat man den gegenteiligen Effekt. Aus dem Grund mache ich schon länger Yin Yoga, um die entspannte Dehnung zu üben. So richtig gut hat allerdings die Thai-Massage gewirkt. Man braucht einfach verdammt viel Druck in der Entspannung, um die Stellen wirklich weich zu kriegen. Das bekommt man selbst kaum hin.

Bälle

Als weitere Möglichkeit setze ich Jonglierbälle ein. Ich habe bisher immer nur einen benutzt, um die besonders schlimmen Punkte zu bearbeiten, mittlerweile lege ich mich auf mehrere gleichzeitig, was einen viel besseren Effekt hat. Ich brauche allerdings mal wieder neue, härtere Bälle.

Der Rücken ist wieder besser und die Beweglichkeit insgesamt durch Massage und Yin Yoga deutlich erhöht.

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Alltag, Film, Gesundheit

Fünfundfünzig

Man ist nicht so alt, wie man sich fühlt, man ist so alt, wie man alt ist. Wir messen unsere Zeit in Zahlen und ich lebe jetzt seit fünfundfünfzig Jahren. Die Zeit mag theoretisch relativ sein, aber sie ist doch eine feste Größe und spätestens bei der nächsten Verabredung, zu der man pünktlich sein will, wird sich zeigen, ob man realistisch und praktisch in der Zeit lebt oder nicht. Verhältnismäßig unabhängig davon ist das Gefühl und von vielen Faktoren abhängig ist die gesundheitliche Verfassung.

Ich hätte gelogen, wenn ich in den Jahren zuvor gesagt hätte, mir würde die Zahl nichts bedeuten. Jetzt aber ist es wahr. Die Qualität des Lebens gewinnt an Bedeutung.

Ja, es gibt etwas, dass ich mir für das älter werden vornehme: ich will und muss in Bewegung bleiben. Damit meine ich kein Training oder Wettbewerb, keine extrinsischen Motive. Ich muss diesen Körper in Bewegung halten und ihn mit Sauerstoff und Wasser und Nährstoffen versorgen. Das passiert aber nicht mit Astronautennahrung und technischen Hilfsmitteln, sondern mit reiner Lust und Freude, mit sozialverträglichem Hedonismus und Narzissmus, der die Grenze zu unrealistischen Vorstellungen nicht überschreitet, geschweige denn einem Größenwahn unterliegt. Wenn ich mich doll anstrenge, komme ich mit allem vielleicht mal gerade knapp über das Mittelmaß, das ist meine Position in der Welt. Das ist keine quantitative Aussage, sondern eine qualitative. Im letzten Jahr habe ich gemerkt, dass ich mich nicht mehr doll anstrengen muss. Ich bin relativ stabil. Ich habe die Potentiale, die mir wichtig wahren, einigermaßen rausgearbeitet und kann sie beständig weiterführen, ohne dass sie mir abhanden kommen. Ich kann Pizza futtern, Industriezucker zu mir nehmen, Alkohol trinken, im Bett mein Buch lesen, vor dem Rechner zocken oder zum Spaß WordPress-Themes zusammenklöppeln, solange ich dabei und nebenbei immer in Bewegung bleibe.

Kurz und knapp: Bewegung, viel trinken, viel schlafen. Das ist es, was ich in diesem Alter körperlich brauche.

Die Tage werden jetzt also wieder länger, ich finde den Zeitpunkt meiner Geburt nicht gerade angenehm, oft ist es bewölkt und dann haben wir noch die kürzeste Sonnenphase. Dieses Jahr hatte ich sehr viel Glück, die Sonne schien, es war keine Wolke am Himmel. Ich hatte Karten für’s Kino reserviert und bin mit der Familie in West Side Story gegangen. Das Remake ist grandios. Seitdem ich tanze, ist West Side Story einer meiner Lieblingsfilme. Die neue Version bringt mehr Romeo und Julia-Elemente rein, was dem Film sehr gut tut. Auch sind wesentliche Elemente deutlich besser rausgearbeitet. Technisch ist er auf dem neuesten Stand, Justin Peck ist der Choreograph der Wahl, die Besetzung gut gewählt. Am Anfang des Films sieht man den Lincoln Center und das New York City Ballet im Aufbau, was ich für eine sehr schönen Einstieg halte, weil der Film eben mehr als nur eine Geschichte erzählt, sondern Teil eines viel größeren kulturellen Zusammenhangs ist.

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Gesundheit, Musik, Technik

Gehörschutz

Als ich im Sommer in Hamburg war vertrieb ich mir die Zeit im Saturn. Ich probierte Kopfhörer durch – das mache ich ganz gerne, weil ich viel Musik höre. Ich probierte auch ein Modell mit Geräuschreduzierung, Musik spielte keine. Ich setze sie auf und genoss die Stille, die plötzlich eintrat. Keine vollkommene Stille, aber ein Raum der Ruhe, der die Geräusche von außen dämmt. Die anstrengenden Frequenzen waren beinahe vollkommen abgedämpft. Ich wollte sie gar nicht wieder absetzen.

Seit einiger Zeit bin ich immer geräuschempfindlicher geworden. Ob das an mir oder an den Geräuschen liegt, weiß ich nicht, was ich weiß ist, dass mich Geräusche unangenehm und unnötig berühren. Ich habe verschieden Techniken versucht, um damit umzugehen, Meditation, Konzentration und andere Formen des Ausblendens. Ich habe kaputte In-Ear-Kopfhörer vom Kabel geschnitten und bin damit rumgelaufen, um die Geräusche zu reduzieren, aber etwas im Ohr zu haben, finde ich auf Dauer unangenehm. Ich schlafe auch nur ungerne und zur Not mit Ohrstöpseln.

Ich wollte die Kopfhörer gar nicht wieder absetzen, merkte mir das Modell und kaute mir umgehend originalverpackte über Ebay für ein Drittel des Preises. Sie sind ja doch verhältnismäßig teuer und klingen bescheiden, für ein paar Euro mehr bekommt man richtig gute mit Kabel. Man kann sie auch mit Kabel verbinden und dann klingen sie ganz in Ordnung. Ich ziehe Kabel immer vor, wenn es mir auf den Klang ankommt.

Die Musik spielt aber eine Nebenrolle. Es ist eine erholsame Geräuschreduzierung mit Musikuntermalung. Und für Audiobooks eigenen sie sich sowieso: absolute Stille und nur die vorlesende Stimme. Traumhaft.

Perfekt wären sie, wenn sie Velour-Ohrpolster anstelle von Plastik hätten. Der Tragekomfort ist viel angenehmer. Ich habe mir deshalb ein paar Socken abgeschnitten, drübergestülpt und ein Loch reingeschnitten, für zuhause.

Es ist mir ja schon etwas peinlich, damit draußen rumzulaufen, obwohl mich das bei anderen überhaupt nicht stört. An die verstöpselten Ohren hat man sich ja auch bereits gewöhnt. In der Straßenbahn überwiegt der Gewinn der Stille das unangehme Gefühl, damit doof auszusehen.

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Bücher, Gesundheit

Born to run

So, jetzt habe ich es auch gelesen. Und ich habe es gerne gelesen, erstens ist es unterhaltsam, zweitens informativ. Drittens motiviert es zum Laufen und hat mich wirklich überzeugt, dass Menschen zum Laufen, sicher nicht geboren, aber doch körperlich dafür gebaut sind.

Das Buch lieferte mir angenehm verrückte roll models, die brauche ich nämlich. Das oder irgendeine Art motivierender Vorstellung. Früher hatte ich mehr Zeit, da bin ich ins Sportzentrum gefahren oder sogar in den Wald. Jetzt muss ich mich mit der Strecke vor der Tür beschränken, und die ist leider nicht so schön. Gar nicht schön, um genau zu sein. Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Abstumpfen oder viel Fantasie, um sich das schön zu denken.

Man hört nicht mit dem Laufen auf, weil man alt wird, man wird alt, weil man mit dem Laufen aufhört.

Und? Laufe ich jetzt? Naja, immerhin bin ich dreimal kurz gelaufen und die Hemmschwelle ist jetzt viel niedriger, was eigentlich der größte Gewinn dieser Lektüre ist. Alleine Zeitmangel und die frühe Dunkelheit halten mich gerade davon ab.

Ich würde gerne Laufen, vielleicht irgendwann auch mehr, aber Musik und Tanzen nehmen meine Freizeit gerade voll ein. Außerdem laufe ich nicht gerne im Dunkeln. Nächstes Jahr wieder.

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Gesundheit

Wasser trinken

Ich trinke zu wenig Wasser. Beziehungsweise trinke ich zu viel auf einmal und zu wenig über den Tag verteilt.

Ich habe mir natürlich erst einmal eine App geladen zum Tracken des Wassers, aber die App geht von einer zu hohen Menge aus. Ich habe es nicht geschafft, die drei Liter zu trinken. Es fühlte sich auch nicht gut und richtig an, egal, wie ich es verteilt habe. Fakt ist: nirgendwo ist nachgewiesen, dass man zwei bis drei Liter pro Tag trinken soll. Eineinhalb reichen. App also wieder deinstalliert.

Tracken ist generell nicht mein Ding, mich nervt der Aufwand der Eigenverwaltung.

Im Alltag hat sich als brauchbar erwiesen, alle halbe bis ganze Stunde ein bis zwei Gläser Wasser zu trinken. Ich mache auch gerne ein bisschen Salz rein und Zitrone. Wahlweise Apfelsaftschorle, das Getränk der Wahl.

Rechne ich also mit 200 ml über acht Stunden, komme ich auf die optimale Menge von 1.600 ml.

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Alltag, Gesundheit

Körper

Der Austausch jeglicher körperlicher Kommunikation und Information findet nur noch ausschließlich in keimfreien Privathaushalten statt.

Es ist dafür zu sorgen, dass der Körper als funktionstüchtige Einheit erhalten bleibt, weil das Gehirn noch von ihm abhängig ist.

Haushalte sind die einzige Sozialform.

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Gesundheit

Muskelverhärtung

Der eine Muskel meines linken Armes ist immer noch verhärtet, trotz Physiotherapie und Medikamenten, ich mache Muskeltraining und Lockerungsübungen. Ich arbeite mit der Faszienrolle und einem Gummiball für die Triggerpunkte.

Ähnlich wie beim Muskeltraining gibt es darüber Untersuchungen und Erkenntnisse, mit denen man das Ergebnis verbessern kann. Ich denke nämlich, dass ich zwar Übungen gemacht habe, aber eben nicht richtig.

Faszien

Faszien sind Bindegewebe, das Muskeln umhüllt und den gesamten Körper durchzieht. Sie können viskos oder flüssig sein und zäh werden. Weder sind es Beutel, in denen die Muskeln liegen, noch können sie verkleben.

Schmerzen

Der Schmerz gibt uns Aufschluss darüber, wo die Verhärtung liegt, er gibt uns aber auch Aufschluss darüber, ob die Massage lockert, Nerven beeinträchtigt werden oder Muskeln verspannen.

Ein bisschen, eher dumpfer Schmerz ist nötig, wenn die sogenannten myofasziale Triggerpunkte bearbeitet werden.

Auf einer Skala von 1-10 sollte der Schmerz maximal bei 5-6 liegen.

Technik

Man sollte für eine bis eineinhalb Minuten auf dem Schmerzpunkt bleiben, ob mit Rolle oder Ball 1. Mit der Rolle sollte man weniger Rumrollen als vielmehr auf dem Schmerzpunkt bleiben.

Ich finde die Rolle sehr angenehm, weil ich damit den Druck am besten variieren kann.

Mein Ziel ist es, dieses Jahr die Verspannung weg zu bekommen.

Ich mache das jetzt seit ein paar Tagen, was recht schmerzhaft ist und wofür ich viel Geduld brauche. So ist das leider mit der Therapie von Muskelverhärtungen.

Quelle

1 Ich zähle langsam bis 90

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