Category: Fotografie

Allgemein, Fotografie

Gardasee

(Das auf dem Foto ist nicht der Gardasee, das ist der Lago die Tenno.)

Nachdem wir wegen Corona nicht in die Toskana gefahren sind, waren wir dieses Jahr endlich in Italien am Gardasee. Von uns aus kann man die Strecke mit dem Auto durchfahren. Sicherheitshalber haben wir auf dem Hinweg in der Schweiz übernachtet, weil wir nachmittags einchecken sollten. Wir hatten eine wunderschöne Ferienwohnung mit Pool und Blick auf das Meer. Unten lag der kleine, entzückende Ort. Es war wie im Bilderbuch.

Die Dürre hat man auf dem Weg stellenweise gesehen, am See selbst weniger, der Lago die Tenno hatte jedoch deutlich weniger Wasser.

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Ich kann mich im Urlaub erholen, wenn ich ein bisschen was zu tun habe. Wenn ich mich also auf eine Sache konzentrieren kann ohne das Gefühl zu haben, dass noch zehn andere Sachen warten oder ich auch nur gedanklich damit beschäftigt bin. Ich denke ja an absurd viele Dinge, die mich eigentlich überhaupt nicht interessieren, die mich bloß beschäftigen, weil ich zu neugierig bin.

Ich habe ein bisschen gelesen, aber vor allem habe ich Fotos gemacht, sortiert und bearbeitet. Das hat mir viel Spaß gemacht. Letzten Monat habe ich ein langersehntes Voigtländer 40mm 1:1.2 gebraucht gekauft. 40mm ist meine Traumbrennweite, weil es der natürliche Blickwinkel ist. Leider ist die Kamera mit Objektiv ziemlich schwer, weshalb ich mir im Urlaub einen neuen Rucksack kaufte, weil mein alter nicht rückenschonend war. Im Prinzip habe ich eine Point-and-Shoot-Kamera, so verlässlich, dass ich mir um nichts mehr Gedanken machen muss. Ich kann mich auf die Komposition konzentrieren.

Kulinarisch bin ich ja recht einfach gestrickt und der Lidl in Italien hat alles zu bieten, was mich glücklich macht. Zumal das Essen recht günstig ist, auch in Restaurants. Im Sinnesrausch war ich in den Parfümerien. Zum einen gibt es Acqua Del Garda, die ganz wunderbare Parfüms anbieten. Ich hätte alle mitnehmen wollen, aber mich natürlich nur für eines entschieden. Die Preise sind vollkommen in Ordnung. Außerdem hatte ein Geschäft Ortigia Sicilia aus Sizilien. Schon etwas spezieller, aber auch absolut tragbar. Die Preise ähnlich moderat.

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Fotografie, Musik

Blurred

Das Foto und Cover für Achim (To Hell With Tradition) ist fertig. Ich habe das Foto in meiner Ballettschule aufgenommen, die ich mal wieder um so mehr liebe, ein Ort, an dem ich Begeisterung und Leidenschaft teilen kann.

Das Release-Datum des Albums steht auch schon fest und ich bin sehr gespannt. Dieses Mal habe ich noch keine vorläufige Version gehört.

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Fotografie

Feierabendfahrt

Ich habe mich gestern noch auf das Rad gesetzt und bin zum Tierarzt gefahren. Die Katze ist sehr krank und wir wissen immer noch nicht genau, was es ist. Ich habe die Bilder vom Ultraschall abgeholt und bin über einen Umweg zu einem Automaten gefahren, in dem man sein Kleingeld in einen Einkaufsgutschein umwandeln kann, gefahren.

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Fotografie

Film vs. Digital

Der wesentliche Unterschied zwischen den Bildern, die ich mit Film aufnehme und digital, ist subtil und gerade deshalb so schwer zu lokalisieren. Die Farben alleine sind es nicht, es ist auch die Art, wie Licht und Schatten erfasst beziehungsweise wiedergegeben werden. Kurz: digital wirkt oft flach und wenn man versucht, kontrastreichere Bilder zu bekommen, wirken sie schnell überzeichnet oder verliert sonstige subtile Details.

Gestern habe ich kurz getestet, ob ich nicht vielleicht doch mit dem iPad und der RNI-App schnell zu verlässlichen Ergebnissen komme, aber es hat sich gezeigt, dass Lightroom und Presets in Verbindung mit Profil einfach die besseren Ergebnisse bringt. Vor allem kann – und muss man leider auch – den Kontrast, die Farbintensität und die Lichter über die Regler für Belichtung, Lichter und Weiß steuern. Das ist das eigentliche Handwerk, nachdem man ein Profil und Prests gefunden hat. Und das muss man bei jedem Bild einzeln machen.

Das momentan favorisierte Preset in Lightroom mit Steuerung von Belichtung, Lichter und Weiß
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Fotografie

Rollei 35T

Die Rollei 35 war meine erste Kamera und sie ist eine meiner liebsten. Sie ist klein, handlich, verlässlich und macht hervorragende Bilder. Sie hat ein 40mm Tessar-Objektiv – eine optimale Brennweite und ein großartiges Objektiv.

Die Einstellungen für Zeit und Blende nimmt an Rädchen vor und kontrolliert oben im Fenster die Belichtung. Blende steht bei mir sowieso meist auf 5,6 oder 8, weil sich das Objektiv da am besten verhält, ich steuere die Belichtung über die Zeit, man kann die Kamera noch mit einer 30stel ruhig halten.

Entfernungen schätzen

Nahaufnahmen

Die Entfernung schätzt man. Generell gibt es sowieso nur wenige wichtige Entfernungen, die man schätzen lernen muss, bei der Rollei geht es ab 90cm los. Das ist die einzige Beschränkung: Nahaufnahmen gehen nicht. Die Entfernung kann man sich gut merken, irgendwas mit eineinhalb Armen.

Einzelobjekte

Dann kommt die eigentlich wichtige Entfernung für alle Einzelobjekte, nämlich etwa zwei Meter. Die Entfernung muss man lernen, zwei Schritte, ein ausgeklappter Zollstock. Wir hatten damals einen Wohnzimmertisch, der einsachtzig war, die Entfernung habe ich mir gemerkt. Sie ist übrigens geringer als man denkt. In der Horizontalen wirken Entfernungen geringer als nach oben. Zwei Meter schätzen ist für mich das A und O bei der Rollei geworden. Zwischen ein und zwei Metern ist der Bereich, den man möglichst genau schätzen sollte. Das ist Übungssache und bei Blende 8 kein Drama, wenn man nicht supergenau trifft.

Mehrere Objekte

Gruppenbilder mache ich so gut wie nie, und wenn dann sind es eben drei, vier Meter.

Ferne

Ab da ist alles nach oben offen, fünf bis unendlich, das ist egal bei dem Objektiv. Wie gesagt, alles bei Blende 8, die Schärfentiefe hat einen ausreichenden Spielraum, damit die Bilder scharf werden.

Müsste ich mich für eine einzige unter den kleinen mechanischen entscheiden, wäre sie meine erste Wahl und danach kommt erst einmal lange nichts.

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Bücher, Fotografie

Fotobücher

Ab und zu kaufe ich Fotobücher. Ich mag sie nicht nur wegen der Fotos, sondern auch als Buch und als eine Art gebundenes Projekt oder Statement.

Ich fotografiere hin und wieder mit Film, aber sehr wenig und nur privat. Mich reizt es allerdings immer wieder sehr, weil die Qualität einfach außerordentlich ist, nur fehlt mir eben der Grund oder das Thema. Es gibt nichts Besonderes, das ich fotografieren will.

Für normale Urlaubs- oder Familienbilder reicht eben auch bloß mein Smartphone oder meine Nikon D700. Film ist etwas Besonderes.

Zum 18. Geburtstag der Tochter habe ich die alten Negative eingescannt und bei Whitewall ein leinengebundenes Buch drucken lassen.

Sechzig Seiten kosten etwa fünfzig Euro, das ist erschwinglich und das Buch sieht absolut professionell aus. Ein echtes Fotobuch ohne Einschränkung.

Mit dieser Möglichkeit, die eigenen Bilder in solch ein Format zu bringen, überlege ich doch ernsthaft, wieder mit Film zu fotografieren, privat, aber trotzdem etwas ernsthafter. Es ist ja schon eine Schande, dass meine Rolleiflex nur im Regal steht, sie verharzt auch langsam, und das tut ihr nicht gut. Daneben steht die Leica.

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