Osterwoche

Ich bin wieder meine Runde gelaufen, das ging besser als ich dachte. Gestern Abend hatte ich Tanzunterricht über Zoom, was gut funktionierte. Es war schön, alle aus der Gruppe wieder zu sehen. Sie fehlen mir.

Mir wurde das Buch Der Wal und das Ende der Welt empfohlen. Ich habe es gelesen und finde es furchtbar. Jetzt traue ich mich nicht, in die Gruppe zu schreiben, dass ich es gelesen habe, weil ich dann auch sagen müsste, wie es mir gefallen hat. Ich kann nicht lügen und fand es unerträglich. Wenn ich das jetzt ausführen würde, gäbe ich dem Buch zu viel Raum, und das möchte ich nicht. Ich werde es einfach ganz schnell vergessen und das nächste lesen.

Waldgeräusche

Gestern waren wir spazieren und die Vögel haben haben laut gezwitschert. Kein Auto war zu hören und man konnte mindestens zwei Spechte heraushören.

Heute Morgen bin ich wieder an die selbe Stelle gefahren, aber der entfernte Autolärm war so laut wie immer und nur ein paar Vögel waren zu hören. Ich hatte erst vor um fünf Uhr morgens an die Stelle zu fahren, zum Glück habe ich das nicht gemacht und den Wecker wieder abgeschaltet.

Waldgeräusche

Wenigstens funktioniert mein Aufnahmegerät Zoom H2 wieder, ich dachte, es sei kaputt, im Batteriebetrieb ließ es sich nicht anschalten.

Wenig aktiv

Diese Woche war ich wenig aktiv. Ich war zu müde oder erschöpft und das ist ein Teufelskreis, denn je weniger ich trainiere, desto müder werde ich. Videos und Apps habe ich genug, jetzt fehlen mir Zeit und Energie.

Ich spaziere viel in der Gegend, die ziemlich eintönig auf mich wirkt. Die Bäume stehen in voller Blüte und es ist warm und sonnig.

Die Stadt, in der ich wohne, ist nur eine kleine Gemeinde mit Durchfahrtsstraße, der Stadtkern ist zur Hälfte ein Parkplatz. Man kennt die Besitzer und Angestellten aus den Läden und grüßt sich freundlich. Man freut sich sogar, wenn man sich begegnet.

Ich habe zwei Apps installiert, eine für Yoga und eine für Ballett-Training. Ein Training, das auf Ballett ausgerichtet ist, trainiert die Muskeln in den Beinen, vor allem in den Oberschenkeln und im Hüftbereich, und die Beweglichkeit in den Hüften.

Ich übe wenig und kurz, weil ich meinen Arm schonen muss und müde bin.

Theater und Choreografen bieten Streams ihrer Stücke an. Sharon Eyals Stücke kann man über Vimeo mieten, Ich habe eines ihrer Stücke vorletztes Jahr gesehen und war sehr beeindruckt.

Den Fantasy-Roman habe ich nach der Hälfte weggelegt. Stattdessen habe ich mir Das Parfüm genommen, dass ich vor fünfundzwanzig Jahren zuletzt gelesen habe. Natürlich hat es mich damals mehr beeindruckt als jetzt, aber dieses Mal ist mir aufgefallen, wie gut das Buch geschrieben ist. Es ist eines meiner Lieblingsbücher. Ich habe mir im Antiquariat noch zwei Bücher besorgt, die ich damals für meine Arbeit gelesen habe. Natürlich habe ich sie nur überflogen, auf der Suche nach Information. Dieses Mal habe ich vor, sie zu lesen. Mir ist aufgefallen, dass solche Bücher nicht mehr aufgelegt werden und deshalb irgendwann vergriffen sind.

Kurz in der Stadt

Gestern war ich nach vierzehn Tagen mal wieder in der Stadt. Ich fuhr mit dem Rad bis zur Einkaufsstraße und von dort lief ich hoch bis auf den Berg. Es waren nicht so viele Menschen wie sonst unterwegs, aber es war jetzt auch nicht wie ausgestorben, eher erinnerte es mich an Ferienzeiten, wenn die Studenten alle zuhause oder im Urlaub sind.

Ein Bäcker hatte offen, sonst verkauften ein paar Läden Getränke nach draußen.

Die Polizei fuhr durch die Einkaufszone und kontrollierte, ob Menschen in Gruppen mit mehr als zwei Personen zusammen liefen. Auf genügend Abstand achteten die meisten, vereinzelt sah ich Menschen mit Mundschutz. Mein Mundschutz ist bestellt, aber noch nicht angekommen, sonst hätte ich ihn auch getragen, und sei es nur als Geste oder um mich besser zu fühlen.

Letzte Woche war ich beim Orthopäden. Ich hatte bereits vor zwei Wochen einen Termin, aber als es hieß, wir sollen alle zuhause bleiben, blieb ich zuhause. Es fiel mir schwer, die Situation einzuschätzen und eine Entscheidung zu treffen. Ich hatte seit drei Monaten Schmerzen in der linken Schulter, die mittlerweile so stark waren, dass ich den Arm praktisch nicht mehr bewegen konnte und in der Nacht davon aufwachte. An dem Tag entschied ich, dass alle anderen Menschen wichtiger waren und meine Schmerzen weniger wichtig sind. Für den Moment war das eine grundsätzlich richtige Entscheidung, aber es war offensichtlich niemandem geholfen, wenn ich meine Schulter nicht behandeln lasse und das Risiko einer Ansteckung kann durch entsprechende Maßnahmen kontrolliert werden, denn im Laufe der Tage wusste man mehr über das Verhalten des Virus und über die Art der Ansteckung. Ich konnte es riskieren, in die Stadt zum Arzt zu fahren. Die Praxis lief weiter wie immer, dieses Mal musste ich nur zehn Minuten warten, bis ich dran kam, sonst warte ich etwa eine Stunde. Ich wurde geröntgt, mittels Ultraschall untersucht und bekam eine Cortisonspritze, weil sich das Gelenk bereits entzündet hatte.

Ich will an manchen Stellen die Muskeln stärken, das beste Mittel, um Gelenke nachhaltig zu schonen. Aber erst einmal brauchte ich komplette Schonung. Ich habe den Arm so viel massiert, gewalkt und gewalzt und den Arm bewegt, dass er davon nicht besser werden konnte.

Online-Tagebuch

Ich Schlaumeier habe in einer Aufräumaktion diverse Domains aufgegeben, unter anderem eine, unter der ich gerade angefangen habe, still und heimlich wie in einem Tagebuch zu bloggen. Ich kam bis zum Eintrag Nummer Zwei, dann war die Domain nicht mehr aufrufbar, also muss dieses Blog jetzt dafür herhalten. Den einen Text fischte ich aus der MySQL-Datenbank und kopierte ihn hier rein.

Die Kriterien für das Schreiben: Möglichst sauber beschreiben, was wirklich in meinem Leben geschieht. Urteile, Bewertung und Unterhaltung vermeiden. Nichts beschönigen und auch nicht anders emotional einfärben. Es soll nicht befindlich sein und auch nicht demonstrativ. Nicht durch das Schreiben irgend etwas verändern wollen. Nichts beweisen, darlegen oder zur Diskussion stellen.

Ich möchte also davor warnen, Unterhaltung oder interessante Information zu erwarten. Das ist reines Privatvergnügen.

Minimalist Web Notepad

Seit Jahren suche ich das für mich passende Tool zum Schreiben. Es gibt genug Software und Webanwendungen, die fast perfekt sind, aber nicht alle Kriterien erfüllen, die ich brauche:

Ablenkungsfrei

Dieses Kriterium erfüllen fast alle, aber genau deshalb fallen für mich Google Docs oder Word weg. Außerdem ist der nächste Punkt mit ihnen nicht ausreichend erfüllt.

Überall sofort erreichbar

Typora ist eigentlich perfekt, aber eben leider gebunden an meinen Desktop-Computer. Für Smartphone und Tablet wird die Auswahl zudem schwierig weil ich einmal Android und einmal Apple iOS habe. Außerdem darf das Betriebssystem gar keine Rolle spielen, deshalb fallen Software und Apps weg, es bleibt nur eine Anwendung über den Browser.

Texte überarbeiten

Ich will mit Pausen an Texten schreiben, also brauche ich die Möglichkeit, die Texte zu speichern. Bisher hat draftin.com diese Kriterien am besten erfüllt.

Eigenes CSS

Das liebe ich an Typora: ich kann ein eigenes Stylesheet schreiben und mit wenigen Zeilen Code die Oberfläche und die Typografie so aussehen lassen, wie ich will. Ich brauche kein minimalistisch aussehendes Tool, sondern ein reduziertes, anpassungsfähiges.

Selbsgehostet

Am liebsten wäre mir das Ganze einfach über ftp auf meinen gemieteten Server zu speichern. Die Dateien wären mir als Textdatei am liebsten. Böte Dropbox die Möglichkeit der direkten Bearbeitung von Textdateien im Browser, würde ich Dropbox nehmen. Nextcloud hat leider eine unzureichende Oberfläche zur Bearbeitung von Textdateien.

Gestern habe ich wieder danach gesucht und dieses Mal sogar gefunden: Minimalist Web Notepad. Es ist das erste Mal, dass wirklich alle Kriterien erfüllt sind.

Was ist besonders daran mag, ist die Einfachheit, mit der man die Textdateien erzeugen kann. Man hängt einfach den Namen an die URL, so kann ich die Dateien erzeugen und wieder aufrufen und weiterarbeiten. Das ist mir viel lieber, als mich durch irgendwelche Speicherorte zu klicken. In der Regel geht es mir ja um die Arbeit an einem Text wie in einem Notizbuch.