Monat: August 2022

Bücher

Das synthetische Herz

Mein Freund drückte mir nach unserem letzten Musikabend noch drei Bücher in die Hand. Eines davon las ich gleich, weil es so schön dünn war: Das synthetische Herz von Chloé Delaume.

Es geht um eine alleinstehende Frau Mitte Vierzig, die in einer Presseabteilung im Verlag arbeitet. Durch ihren Beruf hat sie viele Kontakte, aber keinen Partner und somit die erwartungsgemäßen Sehnsüchte.

Die Verlagsszene bringt genug interessante Figuren ins Spiel und der Witz und die raue, ehrliche Sprache machen das ganze sehr unterhaltsam. Das klingt ein bisschen nach Heinz Strunk, wer also darauf steht … ich stehe drauf und mir hat das Buch sehr gefallen. Vor allem den Schluss finde ich sehr gelungen. Für mich ist der Schluss eines Buches sehr wichtig, weil es kein Ausklang ist, sondern eine Art Fazit für das Motiv des Buches. Mord aufklären, Liebe beschreiben, Zukunftsaussichten formulieren, Welt retten etc. Man geht mit irgend etwas in die Geschichte rein und muss auch mit irgendetwas raus kommen, sonst habe ich das Gefühl, dass mir nur jemand das Ohr abkaut und sich jemand was von der Seele reden wollte. Dafür gibt es ja Freundschaften und Blogs. Das kann auch für Bücher ausreichend sein, aber dann muss die Geschichte auch gut sein. Dann darf der Anfangssatz ruhig lauten: Ich muss Dir was erzählen! Und das Ende lauten: Der Hammer, oder?! Oder der Stil ist unterhaltsam oder die Gedanken sind klug.

Ich hätte das jetzt nicht erwähnt, wenn es in den Buch nicht auch um Literatur und Literaturgeschäft ginge. Die Autoren und Titel sind ziemlich witzig und der Blick auf die Literaturszene ist überzogen, aber, ich vermute, auch treffend. Eine ziemlich gute Satire.

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Tanz

A Dancer’s Mindset

Isabella McGuire Mayes ist mit 15 Jahren an der Waganowa-Ballettakademie in St. Peterburg angenommen worden, damit war sie die erste Engländerin und eine der jüngsten. Sie hat dort vier Jahre studiert, war danach Tänzerin und unterrichtet jetzt selbst. Sie hat einen Podcast und bietet Online-Kurse in verschiedenen Formen an.

Ich habe in ihren Podcast reingehört und fand ihn sofort sehr sympathisch. Den Podcast gibt es auf allen möglichen Plattformen. Wie man hier in ihrer Profilbeschreibung lesen kann, ist sie ziemlich humorvoll und das hört man sofort in ihrem Podcast raus. Man kann also gar nicht noch mehr offene Türen bei mir einrennen.

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Musik

Garageband

Ich nutze GarageBand auf meinem iPad als Drum Machine. Die Samples und Sets klingen natürlich und es gibt genug dezente Klänge, die man gut nebenher einsetzen kann. Gerade in Kombination mit Bass ist eine Drumspur für mich unerlässlich geworden. Bass spielen ohne Drums macht für mich nur selten Sinn.

Der einzige Mangel hier ist der etwas umständliche Umgang mit Patterns, ich musste lange suchen, bis ich die Option gefunden habe, die Anzahl der Patterns einzustellen. Das ist für mich eigentlich das erste und wichtigste, was ich schnell einstellen will.

GarageBand ist mächtig und ich froh, die Funktionen zu finden, die ich brauche. Jetzt habe ich nach langer Zeit zum ersten Mal die mehrspurige Aufnahmeoption über das interne Mikro ausprobiert, damit ich den zweiten Gesang überlagern kann. Dieses Video hier fand ich hilfreich.

Ich kann damit ganz fix Gitarre plus Gesang plus Gesang aufnehmen und vor allem die speziellen Stellen in einer Aufnahme mehrfach probieren. Das ist sehr toll und hilfreich für das Lernen und üben von Backgroundgesang.

Es gibt ja auch spezielle Apps dafür und eine ist wirklich toll, aber die brauchbaren, die ich gefunden habe kosten ca. 10 Euro im Monat. Wie gesagt: Garageband kann das kostenlos.

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Bücher

Judith und Hamnet

Auf das nächste Buch in meiner Liste hatte ich mich sehr gefreut, weil die Idee und das Thema mich natürlich reizte. Es geht um William Shakespeares Zwillings-Kinder Judith und Hamnet, von denen eines an Pest erkrankt. Ich will nicht zu viel verraten.

Das Buch ist toll geschrieben – das auf jeden Fall – wunderbar sinnlich. Das war aber das auch das Einzige, was ich an dem Buch gut fand. Eigentlich geht es in dem Buch um Agnes, Shakespeares Frau und wieso im deutschen Titel Judith hinzugenommen wurde, weiß ich auch nicht. Um Hamnet geht es jedenfalls eher am Rande.

Es ist eine Familiengeschichte, mehr allerdings auch nicht, ich habe mich ab der Hälfte sehr gelangweilt.

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Gesundheit

Zwei rote Striche

Die Tochter ist schon lange erkältet, aber ihre Corona-Tests (auch PCR) waren alle negativ. Ich habe mir also letzten Freitag nichts dabei gedacht, als mein Hals anfing zu kratzen. Natürlich habe ich mich bei ihr angesteckt, dachte ich, ich habe ja auch nie Abstand gehalten.

Samstag hatte ich Fieber und Sonntag zur Sicherheit mal einen Schnelltest gemacht. Ein zarter Strich bei T. Ungültig, sagte ich. Noch einen gemacht. Wieder nur bei T, blass bei C. Wir schicken das Foto an eine befreundete Ärztin, die sagt: Ja, nee, ist zweifelsfrei positiv.

Ich habe ein ganz gutes Gefühl für meinen Körper und merke, wie er massiv gegen eine heftige Infektion angeht, die sich überall breit machen will. Mit Apfelsaftschorle, Dosenfrüchten (Zucker) und Dosensuppen (Salz etc.) versorge ich drei Tage lang den siechen Körper. Nach drei Tagen nehme ich Ibuprofen und der Spuk ist vorbei.

Positiv bin ich immer noch und hänge bei den heißen Temperaturen seit Tagen im Zimmer fest.

Es ist gut gegangen, aber es nervt und ich kann gerne drauf verzichten. „Mild“ ist ein alberner Euphemismus.

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