Das ist Lust

Ich habe Mary Gaitskill Das ist Lust gelesen, weil es mir bei der Suche nach Büchern von Daniel Schreiber angezeigt wurde, der es übersetzt hat.

Das Verrückte an Sexualität ist die schier unfassbare Größe und der Versuch, Körper, Gefühl, Fantasie und Sprache unter einen Hut zu bringen. Es gibt so viel Unsicherheiten, Unerklärliches und Ungesagtes. Es gibt Grenzen, Moral und Geschichten. Mary Gaitskill erzählt eine Geschichte, ihr gelingt es, das Persönliche, das Intime und die Beziehung in den Raum zu stellen.

Beziehungen bestehen nicht aus einzelnen Sätzen, es sind Erzählungen und Geschichten, Rollen, Figuren und Absichten. Man kann es sich einfach machen, das macht die komplexe Sache handhabbar, aber mehr auch nicht.

Das Buch ist eine gute und wichtige Erweiterung zum Thema Me-Too.

Mein Denken ist durch mein Lesen bestimmt und das war viel Twitter, Querlesen im Internet und es waren Nachrichten. Meine eigenen Erlebnisse habe ich damit in Verbindung gebracht, ich weiß aber nicht, ob das Lesen mir bei meiner eigenen Aufklärung viel geholfen hat. Eher nicht. Das waren andere Sachen.


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