Monat: Januar 2022

Musik, Technik

Videoschnittprogramm

Ich nehme Bild und Ton getrennt voneinander auf. Das Video mit dem Smartphone, den Ton über Mixer am Desktop. Die Länge von beiden ist natürlich unterschiedlich und ich muss sie hinterher synchronisieren.

Hier fängt das Problem an. Mit keinem günstigen Programm, das ich bisher getestet habe, kann ich das ruckelfrei, schnell und sauber erledigen. Ich muss ja bloß Bild und Ton synchronisieren, vorne und hinten sauberschnippeln, abblenden, exportieren.

Jetzt kommt der Knüller: Ich habe ein Programm gefunden, das tatsächlich all das kann. Das Programm heißt VideoPad Video Editor. Mit keinem anderen Programm konnte ich so genau den Ton synchronisieren.

Ich ziehe Videospur und Tonspur ins Programm, zoome die grafische Darstellung des Tons groß und lege sie übereinander.

Die Spuren werden zusammengehalten, wenn ich vorne oder hinten etwas abschneide. Man kann sehr genau und sehr einfach Teile rausschneiden, sogar aus der Tonspur. Das Abblenden lässt sich mit einem Klick erledigen. Anschließend kann man das Video direkt nach Youtube exportieren (das hat bei anderen Programmen nicht funktioniert).

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Film

Das letzte Duell

Ich fand den Film auf Disney Plus, ich blieb wegen Ridley Scott hängen, sonst hätte ich ihm gar keine Aufmerksamkeit geschenkt. Ich wusste nichts über den Film, was viel besser ist, denn sonst ist die Spannung weg und erzeugt nur unnötige Erwartungen. Deshalb sage ich lieber nichts über den Film, außer, dass ich unglaublich gefesselt war. Ich fand ihn sehr spannend und toll gemacht. Keine Riesengeschichte, aber gerade weil er so fein und detailliert erzählt, hat er mir besonders gefallen.

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Alltag, Lernen

Konzentrationsaufgaben

Ich will mein Gehirn wieder etwas mehr trainieren. Ich bin viel zu eingefahren.

Mastermind

Wegen Mastermind kam ich überhaupt auf die Idee. Ich spielte eine Online-Version und erinnerte mich, dass ich es in meiner Jugend mit Begeisterung gespielt habe. Meine Schwester war so nett, den Part der Kontrolleurin zu übernehmen. Man braucht für das Spiel zwei Personen und einer langweilt sich dabei immer, weil er nur die Züge kontrollieren und bewerten muss. Natürlich kann man sich abwechseln, aber was, wenn der andere gar nicht spielen will? Hier kommt der Computer perfekt zum Einsatz. Ich habe mir für Android eine Version geladen, die nicht mehr richtig funktioniert, weil sie für eine ältere Version programmiert und nicht aktualisiert wurde. Am Anfang kommt eine Fehlermeldung und man kann keine High-Scores sehen. Aber es läuft und tut, was es soll. Ich liebe dieses Spiel und mit einem Mal waren tot geglaubte Gehirnregionen reaktiviert. Meine Lust zum Knobeln hält sich in Grenzen, weil ich zu doof und zu unkonzentriert bin. Die optimale Voraussetzung, um das zu ändern, dachte ich mir. Ich will mein Gehirn trainieren.

Ich suchte kurz und fand zwei Apps: Elevate und Lumosity.

Elevate

Elevate ist extrem schick gemacht. Es ist auf Englisch und enthält Aufgaben zur Sprache und Mathematik. Supereinfach, aber dafür ist die Hemmschwelle auch besonders niedrig. Mein Vokabular im Englischen ist sowieso unterirdisch, deshalb ist dieses Niveau für 6-Klässler gerade richtig für mich. Ich brauche ja bloß ein bisschen Fokus. Dafür ist es gerade richtig.

Lumosity

Luminosity ist eine Spielesammlung. Nette Spielchen für nebenbei, die mich genau richtig herausfordern.

Hauptsächlich geht es mir darum, nicht mehr ständig auf Nachrichten zu gucken. Nicht Twitter, Facebook, Whatsapp, Reddit, Discord, Spiegel, Feedly. Aber eben auch nicht nur Lesen und Musik oder Nachdenken und Schreiben. Da hat sich bei mir nämlich eine ganz hässliche Routine eingespielt. Ich muss meine müden Zellen wieder etwas mehr vernetzen und fordern. Ich habe früher so viel Spaß daran gehabt.

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Film, Serien

Ted Lasso

Wir haben zufällig reingeklickt und dann war fast die ganze Familie süchtig. Das passiert selten. Eigentlich sonst überhaupt nicht.

Ted Lasso ist extrem komisch und nett im besten Sinne. Jason Sudeikis kannte ich bisher noch nicht, wir haben uns dann noch We’re the Millers angesehen. Auch sehr lustig.

Erschreckend, dass das Product Placement hier überhaupt nicht unauffällig stört, sondern diese Geräte Teil des Alltags geworden sind. Vielleicht nicht unbedingt diese Marke, aber auch das zeigt, wie sehr Gerät, Marke und Alltagsgegenstand verschmolzen sind.

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Musik, Technik

Lieder abpausen

Lieder covern hieß für mich immer, Text, Gesangsmelodie und -Rhythmus und Akkorde auswendig lernen und dann nachspielen. So, wie man das eben macht, wenn man einen Song hört, lernt und nachspielt. So, wie man es auf der Straße oder am Lagerfeuer macht.

Mit meiner E-Gitarre musste technisches Gerät her und nach und nach baute sich das Ganze auf: Kopfhörerverstärker, Mischpult, Gesangsmikrofon, Looper und sogar nachträgliches Hinzufügen von Spuren. Ich nahm nicht mehr live in einem Stück auf, was alleine auch nur schwer umzusetzen ist. Man kann zum Beispiel keine Pausen einbauen. Ich habe viele Tricks und Techniken probiert, um die Originallieder im Hintergrund laufen zu lassen, Texte für mich einzublenden und mich selbst zu begleiten und Instrumente hinzuzufügen. Nichts Großes und Weltbewegendes, aber mein Gehirn war oft genug verknotet und mein Kopf komplett verkabelt.

So langsam verbessere ich die Technik und so langsam gewinnt das Covern an Qualität, weil ich noch genauer am Original lernen kann. Vor allem den Gesang kann ich verbessern, wenn ich meine eigene Stimme exakt über Mikrofon und Kopfhörer höre und gleichzeitig den Originalsong und die Original-Stimme.

Über das Mischpult kann ich den Originalsong einspielen oder aber, ich höre mit einem Ohr das Original mit. So kann ich viel genauer covern, bleibe im Rhythmus und muss nicht den kompletten Song vollständig auswendig können, ich kann also dazu spielen, ohne dass man den Originalsong auf der Aufnahme hört, weil nur ich ihn höre.

So richtig gut funktioniert das mit einem In-Ear-Stöpsel, den man sich in ein Ohr steckt und darüber die ohrumschließenden Kopfhörer. So hat man den vollen Klang zur Kontrolle.

Besonders frei zu spielen gilt eigentlich als Königsdisziplin für mich, aber am Ende ist es egal, ob man Kopfhörer trägt und irgendwo der Text steht. Am Ende zählt der Klang. Ich bin schlechten Playbacks aufgewachsen und enttäuschenden Halbplaybacks. Ich bin mit Samples und technischen Tricks aufgewachsen, so dass man immer unterschieden hat zwischen live und nicht-live, zwischen echt und Studio. Bereits in den Nullern wuchs alles zusammen und in den letzten zehn Jahren haben sich immer mehr Performance-Formate entwickelt. Ich habe alte Kriterien im Kopf, auf die niemand mehr Wert legt. Nur Autotune ist ein richtiger Griff ins Klo und ein echter Beschiss.

Ich habe – nur für private Zwecke – Time after Time gecovert, mit dem Originallied im Ohr und mit Zweitstimme aufgenommen. Es ist mein erstes Cover, das sehr genau und sehr einfach gespielt ist. Ich habe die Spuren einzeln aufgenommen. Ich höre es ausgesprochen gerne und ich bin damit sehr zufrieden, einfach deswegen, weil es sehr sauber ist. So etwas kenne ich gar nicht von mir. Mein erstes sauberes und ehrliches Cover. Das behalte ich privat in einem kleinen Zigarrenkästchen unter dem Bett.

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