Monat: März 2021

Lernen

Lame brain

Update zu: Für mich bitte in Zeitlupe.

Liegt es am Alter, der mangelnden Übung, Kaffee, Alkohol, Tanzen? Ich weiß es nicht, aber mein Gehirn merkt sich keine Texte mehr. Ich habe Taylor Swifts Text nicht fehlerfrei live hinbekommen. So gut wie nie also. Ich dachte, es läge an Taylor.

Jetzt lerne ich gerade einen Text, den ich dachte, gut zu kennen, weil ich das Lied seit 1996 höre und teilweise mitsinge. Es ist eines meiner Lieblingslieder und sein Text bedeutet mir was. Also nur noch die Lücken füllen.

Von wegen, was anfangs noch gut ging, wird einfach vom Gehirn nach einiger Zeit rausgesiebt. Es ist ihm vollkommen egal, ob die Zeile heißt

Im the intimate stranger.

Es macht daraus random:

Im the internet stranger.
Im the permanent stranger.
Im the permalink stranger
.

Es ist meine Gehirn vollkommen egal, interessiert sich nur für Klang und gibt sich mit halbwegs sinnvollen Inhalten zufrieden.

Es ist gruselig. Diese Texte bedeuten mir offensichtlich nicht genug.

Ich habe nie Angst davor gehabt, dement zu werden, aber ich kann nicht garantieren, dass es meinem Gehirn irgendwann vollkommen egal ist, ob ich mit Hausschuhen auf die Straße laufe und Aufbackbrötchen roh esse, weil sich mein Gehirn offensichtlich mit Ähnlichkeiten vollkommen zufrieden gibt.

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Bücher

Faszinierende Wölfe

Ich wollte das Buch Die Weisheit der Wölfe lesen, kam aber über das dritte Kapitel nicht hinaus. Ich glaube, es war das Dritte. Die Autorin Elli H. Radinger kennt sich mit Wölfen aus, sie beobachtet sie seit Mitte der Neunziger. Ihre Faszination und Identifizierung ist allerdings so groß, dass keine Grenze mehr zwischen Wolf und Mensch gezogen wird. Im Kapitel über Wölfe und Frauen wusste ich nicht, ob das jetzt feministische Literatur, ein Wolfsporno oder ein romantischer Liebesroman werden soll, ihr schwebt wohl ein neues Familien- und Gesellschaftsideal vor. Wirklich absurd wurde es in dem Kapitel über die Kommunikation der Wölfe. Die Kommunikation der Menschen findet sie armselig und weist darauf hin, dass Wölfe kommunizieren und zwar ohne Technik(!). Und ich dachte immer, Wölfe heulen, weil das WLAN ausgefallen ist. Die Körpersprache des Menschen und vor allem die Verständigung auf diese Weise ist sicher ausbaufähig, aber das braucht eine etwas nähere, menschengerechte Betrachtung, die Beobachtung von Wölfen reicht da mitnichten. Das ist ja absurd. An der Stelle bin ich dann ausgestiegen.

Ich finde all ihre Ideen, ihr Wissen und ihre Vorstellungen interessant, aber das muss etwas reflektierter und sachgerechter gedacht und formuliert werden. Sie muss die Grenze klarer ziehen zwischen sich und der Sache.

Es ist schade, denn das Thema finde ich hochinteressant, aber im Moment findet man stellenweise ein Naturalismus als Ersatzreligion, der den Menschen wohl irgendwie Halt gibt.

Vielleicht finde ich ja mal ein ordentliches Sachbuch zum Thema. Und parallel dazu gerne eines über die Kulturgeschichte.

Little girls, this seems to say
Never stop upon your way
Never trust a stranger friend
No-one knows how it will end
As you’re pretty, so be wise
Wolves may lurk in every guise
Now as then, ’tis simple truth
Sweetest tongue has sharpest tooth

The Company of Wolves
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Bücher

Gespräche mit Freunden

Letzte Woche war ich drei Tage krank. Ich lag im Bett und habe hauptsächlich gelesen. Einen Tag war ich in Quarantäne, zum Glück war der Corona-Test negativ und zum Glück lagen zwischen Abstrich und Testergebnis nur etwa zwölf Stunden.

Ich habe in der Zeit Sally Rooneys Gespräche mit Freunden gelesen. Ein großartiges Buch. Ich habe selten so ein ansprechendes Buch gelesen, der Stil, der Rhythmus und die Figuren waren konzentriert und präzise aufeinander abgestimmt. Eine ganz besondere Mischung aus nüchtern und emotional. Ich werde mit Sicherheit ihren zweiten Roman auch lesen, aber erst einmal ist Murakami dran.

Ich merke bei Murakami aber, wie sehr ich ihren Stil vermisse.

Das Hörbuch liest Dagmar Bittner, die das Buch ganz toll liest. Sie liest normalerweise eher Jugendbücher und Triviales, allerdings sehr lebendig ohne einem zu sehr auf die Nerven zu gehen. Schade, dass sie nicht noch mehr anspruchsvolle Romane liest.

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Allgemein

Der Rechner ist aufgerüstet

Ich habe alles versucht, um den alten Rechner am Laufen zu halten. Der Chip musste permanent unter Höchstleistung laufen und war kaum noch zu kühlen. Kein Lüfter konnte das mehr leisten, vor allem nicht geräuscharm. Die Seite von dem Rechner war permanent offen, im Sommer zusätzlich mit Ventilator gekühlt.

Nachdem ich mich entschlossen hatte, mir das runtergesetzte Aufrüstbundle mit einem Ryzen 3 zu kaufen, war es leider schon ausverkauft. Die anderen waren mir zu teuer, also suchte ich auf ebay und nahm eines der wenigen gebrauchten, die im Angebot waren. Ein Mainboard mit Ryzen 5, groß genug für meine dicke Grafikkarte, leider zu klein für meine Soundkarte, die Grafikkarte verdeckt die beiden anderen Anschlüsse und einen Steckplatz für meine Soundkarte gab es nicht. Ich habe tatsächlich nicht auf die Größe des Mainboards geachtet, das Angebot war einfach zu gut und günstig.

Ich werde mir eine externe Soundcard mit USB-Anschluss kaufen müssen.

Der Rechner läuft, leise und schnell. Ich kann spielen, wozu ich Lust habe, und obwohl ich eigentlich gar nicht spielen möchte, bekomme ich wieder Lust.

Vor allem aber läuft Lightroom wieder flüssig und ich kann endlich wieder Fotos bearbeiten. Bei der Gelegenheit habe ich mich mit Filterintensität beschäftigt.

Die einzige Möglichkeit in Lightroom die Filterstärke zu variieren besteht darin, ein Profil zu verwenden, das man vorher in Camera Raw erstellt hat.

Manche Profile kann man regulieren

Im Netz findet man verschiedene Tutorials unter den Stichworten „LUT Profile Lightroom“. Das ist aber sehr kompliziert und mir nicht gelungen.

Am einfachsten ist es, fertige LUT-Packs zu kaufen, zum Beispiel hier. Wenn man sowieso schon in der Adobe Cloud ist, kann man sie darüber finden. Man installiert die ZIP-Dateien in Camera Raw und kann sie dann in Lightroom verwenden.

Blick vom Philosophenweg

Nach vielen Jahre ist es mir endlich gelungen über ein Profil das Bild so zu steuern, dass ich nur noch mit kleinen Korrekturen die restlichen Einstellungen verändern muss.

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