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Digital heimat of Martin Heike.

Jam

Diese Woche habe ich The Time wieder entdeckt. Ich weiß gar nicht mehr, in welchem Zusammenhang, aber nachdem ich alles durchgehört hatte, war mir wieder klar, welche Rolle diese Band für mich in den Achtzigern spielte.

Zuerst hörten wir Prince und nach und nach seine anderen Projekte und Bands. Zum einen gab es offizielle Alben zum anderen Bootlegs, an die wir nur durch persönlich weitergegebene Kontakte kamen — Cassettenkopien mit gräßlichem Sound und großartigem Material. Nach und nach entdeckte man die Grundlage für die unzähligen Songs und Bands: Jam Sessions.

Je tiefer wir eintauchten, desto mehr entdeckten wir, mit was für einer brodelnden Masse an Talenten und Ideen man es zu tun hatte. Die Alben gaben nur einen kleinen Eindruck wider und ware so aufbereitet, dass sie die Hörer nicht allzu sehr überforderten.

Prince und die Musiker spielten minutenlang ein Thema, das irgendwann zu einem oder mehreren Songs wurde. Ich hatte eine Aufnahme von Purple Rain, die dreißig Minuten lang ging, mit einer Textzeile. Prince Maxiversionen sind zusammengeschrumpfte Jams. I would die 4 u ist ein gutes Beispiel.

Ich kenne etliche guter Songs, die er nie veröffentlicht hatte, weil er sie wahrscheinlich nicht unterbringen konnte. Prince ist nie mit Funk bekannt geworden, dafür hatte er eine Band, die er als Gegenpart auftreten ließ: The Time.

The Time war eine Band, in der er selbst nie als Musiker auftrat und doch ein wichtiger Teil von ihm war. Hier hört man einen Teil von Prince durch, den man ohne diese Band wohl nie zu Hören bekommen hätte.

Die Geschichte von The Time.